Auch Therapeuten haben Urlaub. Und meine Therapeutin war Anfang Oktober zwei Wochen nicht da. In dieser Zeit würde ich meine beiden Therapiestunden, die ich jede Woche hatte, bei einer Urlaubsvertretung haben. Ich war meiner Ärztin zugeteilt worden. Bisher war sie mir vor allen Dingen als unnahbar und schroff aufgefallen – sie war es gewesen, die... Continue Reading →
102 Dalmatiner
Wochenende! Keine Schnarcher im Zimmer! Gutes Essen! Was für Kleinigkeiten mich momentan in Hochstimmung versetzen können… Ich stand - es war bereits kurz nach acht - bereit, um zum letzten Mal von meinem Wochenend-Taxi (=Papa) abgeholt zu werden. Ich hatte nun die dritte Nacht in Folge mehr als schlecht geschlafen (Jeanette sei Dank), war tagsüber... Continue Reading →
Es war wieder Freitag. Der dritte, den ich in der Psychiatrie verbachte. Es ging mir besser wie am ersten, dem Tag meiner Einlieferung. Aber es ging mir auch sehr viel schlechter als vergangenen Freitag. Da war ich ja in richtiger Hochstimmung gewesen, voller Vorfreude auf das Wochenende. Diesen Freitag ging es mir nicht gut. Die... Continue Reading →
Leben und Überleben in der Psychiatrie
Ohne Johanna und Steffi wäre ich in der Psychiatrie eingegangen. Die „Anstalts-Gang“ nannten wir uns im Scherz. Wir verbrachten beinahe den ganzen Tag zusammen – insbesondere Johanna und ich, da wir auch noch das Zimmer teilten. Sie waren meine beiden Anker zur Normalität in diesem Irrenhaus. An manchen, wenigen Tagen war es das nämlich leider... Continue Reading →
Episode 2
Am nächsten Tag wachte ich wieder erst mittags auf. Ich hatte schon wieder vierzehn Stunden geschlafen. Aber ich war gut aufgelegt. Unmittelbar nachdem ich das feststellte, überfiel mich ein Aktionismus. Bloß nicht nichts tun, so dass mein Hirn wieder Zeit hätte, sich selbstständig zu machen. Ich schnappte mir eine halbe Banane, zog meine Laufsachen an... Continue Reading →
Allein
Am nächsten Morgen wachte ich erst mittags auf. Ich hatte 14 Stunden durchgeschlafen, aber fühlte mich trotzdem eher erschlagen als wach. Ich war weder besonders gut, noch besonders schlecht gestimmt. Nachdem ich ein „Frühstück“, ein Müsli mit Obst und Joghurt, gegessen hatte, fuhr ich mit dem Fahrrad zu dem kleinen Tengelmann in meiner Straße zum... Continue Reading →