Johannas Geburtstag

Mir ging es wieder gut. Nach den beschissenen Wochen, die hinter mir lagen, fühlte ich mich unglaublich erleichtert. Ich hatte wieder einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Wieder ein großes Stück des Knotens entwirrt. Heute hatte Johanna Geburtstag. Ihr ging es immer schlechter. Sie hatte Schwierigkeiten mit den Medikamenten, es passte nichts, und die Therapie... Continue Reading →

Es wäre so leicht

Johanna ging es momentan auch wieder richtig beschissen. Und trotzdem fuhr sie jedes Wochenende beinahe drei Stunden nach Hause und wieder zurück in die Klinik. Es war mir ein Rätsel, wie sie das machte. Wenn es mir schlecht ging, konnte ich kaum Autofahren. Zum einen, weil ich mich einfach nicht auf das Autofahren konzentrieren konnte... Continue Reading →

Dem Hengst seine Weide

Dienstag, 20. Oktober. Verabschiedung der Tanzlehrerin (die alte Oma war schon lange weg), ich hatte meinen Tisch mittlerweile, bis auf Tina, komplett überlebt. Letzte Woche in der Burnout-Gruppe. Mit dem Skript war ich wirklich so gut wie durch und ich war froh, dass ich bald raus war. Heute waren der Hengst und der Beamte da.... Continue Reading →

Elterngespräch

Gerade bei psychischen Krankheiten ist das persönliche Umfeld in der Regel stark mit betroffen. Umso sinnvoller sind daher Eltern- oder Paargespräche. Zum einen haben die Angehörigen so die Möglichkeit, Genaueres über das Krankheitsbild zu erfahren und insbesondere auch, wie damit umzugehen ist. Zum anderen bietet sich in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit, Punkte anzusprechen, die... Continue Reading →

Zusammenbruch

Am Abend noch hatte ich Ihnen allen geschrieben. Meiner Mutter, meinem Vater, meiner Schwester, meiner besten Freundin, meinem aktuellen Ex-Freund und meinem ersten Freund, mit dem ich immer noch in Kontakt war. Ich hatte Angst. Noch nie in meinem Leben hatte ich so etwas gemacht. Was, wenn Ihnen nichts einfallen würde. Würden sie überhaupt antworten?... Continue Reading →

Urlaubsvertretung

Auch Therapeuten haben Urlaub. Und meine Therapeutin war Anfang Oktober zwei Wochen nicht da. In dieser Zeit würde ich meine beiden Therapiestunden, die ich jede Woche hatte, bei einer Urlaubsvertretung haben. Ich war meiner Ärztin zugeteilt worden. Bisher war sie mir vor allen Dingen als unnahbar und schroff aufgefallen – sie war es gewesen, die... Continue Reading →

6. Oktober

Jetzt bin ich seit vier Wochen hier. Seit knapp zwei Monaten in Kliniken, seit mehr als drei Monaten krankgeschrieben und immer noch kann ich es mir nicht einmal vorstellen, wieder zu Arbeiten. Die meisten, die mit mir ankamen, wissen ihren Entlassungstermin bereits. Ich habe immer noch keinen blassen Schimmer. Gleichzeitig habe ich riesige Angst davor,... Continue Reading →

Neue Woche

Am Samstagmorgen fuhr ich, wie jedes Wochenende, nach einem ausgiebigen Frühstück, nach Hause. Nach wie vor zu meinen Eltern. Meine Schwester, die offiziell ja bereits in der vergangenen Woche umgezogen war, war zum letzten Mal zu Hause. Am Sonntag würde sie endgültig nach Berlin ziehen, am Montag hatte sie dort ihren ersten Arbeitstag. Das Wochenende... Continue Reading →

Wieder Freitag. Traumwetter. Johanna war nicht da, sie war diesmal schon von Freitag auf Samstag nach Hause gefahren. Und ich wollte in die Berge. Keine große Tour, aber ich wollte raus aus der Klinik, schließlich hatte ich den ganzen Nachmittag frei. Ich hatte mir überlegt, ob ich jemand anderes fragen sollte, ob er nicht mitkommen... Continue Reading →

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