Aus der Versenkung

...ans Licht: Ich bin wieder da! Und am Schreiben. Beziehungsweise vielmehr am Korrigieren. Gefühlt habe ich ohnehin mehr an meinem Text korrigiert als geschrieben. Was vielleicht daran liegen mag, dass ich anfangs keine Ahnung hatte, auf was es ankommt. Was wiederum daran liegt, dass ich anfangs vor allem geschrieben habe, um mich zu sortieren. Das jedenfalls, sind keine Hieroglyphen, sondern Korrekturzeichen.

Alltag in der Klinik

Montagmorgen. Der mittlerweile 9. Montag in Folge in einer Klinik. Ein Stück Knoten war entwirrt. Aber das Knäuel, das noch übrig war, war immer noch größer. Und ich immer noch im negativen Energiebereich. Die größte Sorge hatte mir die Therapeutin letzte Woche genommen. Ich war etwas erleichtert. Das Wochenende war okay gewesen. Irgendwie komisch ohne... Continue Reading →

Pawlowsche Hunde

Heute in meiner Lieblings-Gruppe - der Angstgruppe - gab es ein bisschen Theorie: die Angstkurve, „psycho-edukativ“ nannte sich das Ganze. Ich stehe da drauf! Diese Theorien und Graphen kann man wenigstens verstehen. Jedenfalls, der Gedanke hinter dem Konzept ist: Die Angst steigt nicht, wie von uns angenommen, ins Unermessliche, sondern es gibt einen Punkt, an... Continue Reading →

Urlaubsvertretung

Auch Therapeuten haben Urlaub. Und meine Therapeutin war Anfang Oktober zwei Wochen nicht da. In dieser Zeit würde ich meine beiden Therapiestunden, die ich jede Woche hatte, bei einer Urlaubsvertretung haben. Ich war meiner Ärztin zugeteilt worden. Bisher war sie mir vor allen Dingen als unnahbar und schroff aufgefallen – sie war es gewesen, die... Continue Reading →

6. Oktober

Jetzt bin ich seit vier Wochen hier. Seit knapp zwei Monaten in Kliniken, seit mehr als drei Monaten krankgeschrieben und immer noch kann ich es mir nicht einmal vorstellen, wieder zu Arbeiten. Die meisten, die mit mir ankamen, wissen ihren Entlassungstermin bereits. Ich habe immer noch keinen blassen Schimmer. Gleichzeitig habe ich riesige Angst davor,... Continue Reading →

Neue Woche

Am Samstagmorgen fuhr ich, wie jedes Wochenende, nach einem ausgiebigen Frühstück, nach Hause. Nach wie vor zu meinen Eltern. Meine Schwester, die offiziell ja bereits in der vergangenen Woche umgezogen war, war zum letzten Mal zu Hause. Am Sonntag würde sie endgültig nach Berlin ziehen, am Montag hatte sie dort ihren ersten Arbeitstag. Das Wochenende... Continue Reading →

Wie kann an einem einzigen Tag so viel passieren?

Der Mittwoch würde mein erster „voller“ Tag sein: Walken bzw. Laufen, Angstgruppe, Kunsttherapie. Die Frühstückszeiten kollidierten leider ungünstig mit der Walkingzeit: Frühstück gab es nur bis viertel vor neun, das hieß also, man sollte vorher frühstücken, wenn man nicht riskieren wollte, nichts mehr zu erwischen. Um acht sammelten sich dann alle Patienten, die am Walking... Continue Reading →

Die Burnout-Gruppe

Ich war sehr gespannt auf meine allererste Gruppentherapie: die Burnout-Gruppe. Sie wurde von Therapeutinnen der Station V geleitet. Warum ich nicht in der Burnout-Station oder wie in der Psychiatrie in einer Depressionsgruppe landete, sondern stattdessen in der Angst-Station aufgenommen wurde, war mir ein Rätsel gewesen und würde es auch bis zum Schluss bleiben. Natürlich hatte... Continue Reading →

Ein voller Terminkalender

Am Sonntag war ich – wie erwartet – zu gar nichts zu gebrauchen. Das Mittagessen war eigentlich schon zu anstrengend. Ich versuchte, so wenig Sinnesreize wie überhaupt möglich zu generieren, schließlich musste ich ja immerhin noch selbst mit dem Auto bis in die Klinik fahren. Ich war zwar wirklich gerne zu Hause, und das nicht... Continue Reading →

Tag Nr. 2

Die Nacht war angenehm – keine der beiden anderen schnarchte. Ich hörte weder die Nachtschwester, noch sonst irgendetwas. Morgens um kurz nach sechs klingelte mein Wecker. Ich blieb liegen. Ich konnte einfach nicht aufstehen. Ich war einfach total krank. Bis mich um zwanzig nach Sieben die Ältere etwas unsanft wachrüttelte. Die würden stinksauer werden, wenn... Continue Reading →

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