Beste Zeit

Es gibt genau zwei Dinge, die ich überhaupt nicht kann: Geduld haben und Nichts tun. Dummerweise genau die beiden Eigenschaften, die jetzt, wie mir meine Ärztin tags zuvor nochmal eindrücklich bestätigt hatte, gefragt waren. Wenn es mir schlecht ging, hatte ich mit beidem kein Problem. Es war ja ganz egal, was war und was sein würde.... Continue Reading →

Maßloser Ärger

Es war mittlerweile Ende Juli, ich war seit drei Wochen krankgeschrieben. So langsam aber sicher merkte ich, wie ich körperlich wieder fitter wurde. Die Eisen- und Vitamin-D-Tabletten, die ich jeden Tag nahm, begannen wohl zu wirken. Besser ging es mir aber ansonsten nicht. Die Erschöpfungsdepression hatte mich im Griff. Ich ärgerte mich maßlos. Und zwar... Continue Reading →

Krankschreibung II

Am nächsten Tag hatte ich bereits um 11.30 Uhr einen Termin bei meiner Allgemeinärztin. Wie schon gestern, vor dem Besuch beim Psychiater, war ich einigermaßen nervös. Hoffentlich schrieb sie mich ohne Diskussion wieder krank. Rational betrachtet stand es eigentlich außer Frage, aber man wusste ja nie. Ich erzählte ihr, dass ich mich mittlerweile körperlich besser... Continue Reading →

Beim Psychiater

Die alte, ehemals sehr gute Freundin von mir, Dani (alle Namen geändert), hatte mir den Unterschied zwischen Psychiater und Psychologe bzw. Psychotherapeut erklärt. Ein Psychologe bzw. Psychotherapeut arbeitet mit Gesprächen und Analysen – das sind die mit der berühmten Couch. Ein Psychiater ist quasi der Arzt dahinter, er arbeitet vor allem mit Psychopharmaka – also... Continue Reading →

Ich bin total überwältigt von eurem Feedback. Knapp 3000 Visits an einem Tag – total irre. Viele zollten mir ihren Respekt, dass ich das alles so offen zu Schreiben vermag. Ehrlich gesagt, fällt mir das bei den meisten Passagen sehr leicht. Denn ich schreibe nicht über mich. Nicht über die Sophie, die PR-Managerin war. Ich... Continue Reading →

Nach dem kurzzeitigen Aktionismus schlich sich wieder etwas Ruhe ein. Ich hatte mir mit den Arztterminen ein Auffangnetz verschafft und meine Eltern hörten damit auch endlich auf, mich täglich nach der neuesten Entwicklung zu fragen. Die meisten dieser „Anfragen“ habe ich recht unwirsch weggewischt. Aus dem einfachen Grund: Ich wusste ja selbst nicht, was passierte... Continue Reading →

So viele Tage im Nichts

Mir war nicht ständig alles egal. Abends war es meistens besser als morgens. Manchmal konnte ich mich dazu aufraffen, Sport zu treiben oder spazieren zu gehen. Das tat gut. Manche Tage waren aus irgendeinem Grund sogar richtig gut. Zweimal in diesen zwei Wochen erschrak ich sogar richtiggehend über mich selbst. Ich hatte gelacht. Beim ersten... Continue Reading →

Schäfchen zählen

Es war immer noch heiß. Das war vermutlich der heißeste Juli seit Menschengedenken. Seit zwei Wochen hatte es fast durchgängig über 35° Celsius. Meine Wohnung in München und mein Zimmer im Haus meiner Eltern liegen direkt unter dem Dach und sind nur teilweise mit Jalousien ausgestattet. Herzlichen Glückwunsch! Ich schlief also so oft es ging... Continue Reading →

Panik!

Ich hatte beinahe die komplette erste Woche, mit Ausnahme des Wochenendes, alleine und in der Natur verbracht. Das tat mir sehr gut. Aber schließlich, und das bleibt einfach nicht aus, wenn man alleine lebt, musste ich Lebensmittel kaufen gehen. Also schrieb ich mir – zum ersten Mal seit ich denken kann – einen Einkaufszettel, packte... Continue Reading →

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