Die nächsten beiden Tage waren nicht mehr ganz so anstrengend. Zwischen meinen Therapien las und schrieb ich viel, saß viel Zeit im Atrium (der Raum mit den Puzzles) und machte lange Spaziergänge mit Johanna. Abends um neun war ich in der Regel bereits eingeschlafen. An diesem Wochenende würde ich nicht nach Hause fahren. Die Ruhe... Continue Reading →
Wie kann an einem einzigen Tag so viel passieren?
Der Mittwoch würde mein erster „voller“ Tag sein: Walken bzw. Laufen, Angstgruppe, Kunsttherapie. Die Frühstückszeiten kollidierten leider ungünstig mit der Walkingzeit: Frühstück gab es nur bis viertel vor neun, das hieß also, man sollte vorher frühstücken, wenn man nicht riskieren wollte, nichts mehr zu erwischen. Um acht sammelten sich dann alle Patienten, die am Walking... Continue Reading →
Die Burnout-Gruppe
Ich war sehr gespannt auf meine allererste Gruppentherapie: die Burnout-Gruppe. Sie wurde von Therapeutinnen der Station V geleitet. Warum ich nicht in der Burnout-Station oder wie in der Psychiatrie in einer Depressionsgruppe landete, sondern stattdessen in der Angst-Station aufgenommen wurde, war mir ein Rätsel gewesen und würde es auch bis zum Schluss bleiben. Natürlich hatte... Continue Reading →
Ein voller Terminkalender
Am Sonntag war ich – wie erwartet – zu gar nichts zu gebrauchen. Das Mittagessen war eigentlich schon zu anstrengend. Ich versuchte, so wenig Sinnesreize wie überhaupt möglich zu generieren, schließlich musste ich ja immerhin noch selbst mit dem Auto bis in die Klinik fahren. Ich war zwar wirklich gerne zu Hause, und das nicht... Continue Reading →
Die Hochzeit
Am Samstag stand ich früh auf. Ich war in guter Stimmung, voller Vorfreude auf die Hochzeit. Ich frühstückte, holte meine Wochenendration Tabletten in der MZ und fuhr nach Hause. Es war wenig Verkehr, ich war sogar etwas früher als geplant zu Hause. Meine Eltern und meine Schwester waren bereits mitten in den Vorbereitungen, das Bad... Continue Reading →
Ausflug
Ach, wie schön das Leben doch sein konnte! Draußen schien die Sonne, das Mittagessen war sehr gut gewesen und der Knallertisch entwickelte sich richtig positiv. Wir hatten eine Neue dazubekommen. Auch so ganz und gar nicht der Typ Mensch, mit dem ich normalerweise zu tun hätte – aber es war mittlerweile genau diese total verrückte... Continue Reading →
Fragen über Fragen
Am Freitag – warum auch immer – ging es mir viel besser. Vielleicht, weil das Wochenende nahte und ich mich trotz allem auf die Hochzeit meiner Cousine freute. Außerdem schien die Sonne. Nach dem Frühstück absolvierte ich einen kleinen Marathon: Zwischen 8.30 und 9.00 Uhr musste ich mich endlich beim Sport melden und mich wie... Continue Reading →
Tag Nr. 2
Die Nacht war angenehm – keine der beiden anderen schnarchte. Ich hörte weder die Nachtschwester, noch sonst irgendetwas. Morgens um kurz nach sechs klingelte mein Wecker. Ich blieb liegen. Ich konnte einfach nicht aufstehen. Ich war einfach total krank. Bis mich um zwanzig nach Sieben die Ältere etwas unsanft wachrüttelte. Die würden stinksauer werden, wenn... Continue Reading →
Eine neue Therapeutin
Hinter der orangen Tür wartete ein schmaler Gang, von dem zahlreichen Türen abgingen. Eine davon führte in das Büro meiner neuen Therapeutin. Es war mit einem Schreibtisch, einem Schrank und zwei bequemen Sesseln sowie einem Magnetboard eingerichtet. Außerdem hatte es ein Fenster, das die ganze Breite des Raumes einnahm, durch das man auf die weiten... Continue Reading →