Am Samstag stand ich früh auf. Ich war in guter Stimmung, voller Vorfreude auf die Hochzeit. Ich frühstückte, holte meine Wochenendration Tabletten in der MZ und fuhr nach Hause. Es war wenig Verkehr, ich war sogar etwas früher als geplant zu Hause. Meine Eltern und meine Schwester waren bereits mitten in den Vorbereitungen, das Bad... Continue Reading →
Ausflug
Ach, wie schön das Leben doch sein konnte! Draußen schien die Sonne, das Mittagessen war sehr gut gewesen und der Knallertisch entwickelte sich richtig positiv. Wir hatten eine Neue dazubekommen. Auch so ganz und gar nicht der Typ Mensch, mit dem ich normalerweise zu tun hätte – aber es war mittlerweile genau diese total verrückte... Continue Reading →
Klinik II
Die Türen schlossen sich hinter mir automatisch wieder. Ich ging zum Parkplatz, legte meine Reisetasche in den Kofferraum, verstaute meine Handtasche auf dem Beifahrersitz, setzte mich ins Auto und gab in mein Handy-Navi die Adresse der Psychosomatischen Klinik ein. Ich positionierte es in der Mittelkonsole, so dass ich den Pfeilen folgen konnte, startete den Motor,... Continue Reading →
Abschied von der Psychiatrie
Meine letzten beiden Tage in der Psychiatrie waren angebrochen. Ich hatte heute noch ein letztes Gespräch mit der Psychologin, musste, wie bei meiner Aufnahme, eine Blut- und eine Urinprobe abgeben und zum EKG. An allen Therapien nahm ich – abgesehen vom kognitiven Training – bis zum Schluss teil. Morgen, Dienstag würde ich dann nach dem... Continue Reading →
10 Regeln für das Überwinden einer Depression
Da ich die letzte Stunde der Depressionsgruppe verpassen würde, besprach ich deren Inhalte im letzten Einzelgespräch mit meiner Psychologin. Nach dem wir Auslöser und Symptome besprochen hatten, fehlte nun noch der wichtigste Teil: Das Überwinden der Depression. Dafür gibt es zehn Regeln, an die man sich tunlichst halten sollte, um eine Genesung einzuleiten und/oder damit... Continue Reading →
Morgendliches Mantra
Im Stillen dankte ich meiner Mutter, die mir bei meiner Ankunft Oropax in meinen Waschbeutel geschoben hatte. Nach dem Jeanette den ersten Teil der Nacht im Dreißig-Minuten-Takt abwechselnd ins Bad und zum Stützpunkt gelaufen war, sich die neunundzwanzig Minuten dazwischen geräuschvoll in ihrem Bett - mir gegenüber -hin- und herwälzte, war sie nun endlich eingeschlafen.... Continue Reading →
Abschied von der Gang
Heute war so viel passiert, so dass ich gar nicht wirklich dazu kam, traurig zu sein, da Steffi und Johanna morgen gehen würden. Die beiden aber waren ganz schön aufgeregt. Johanna vor allem, weil es ihr momentan nicht gut ging – ihre Medikamente hatten immer stärkere Nebenwirkungen gezeigt, aber keine Wirkung, und waren erst wieder... Continue Reading →
Kognitives Training
Dienstagfrüh war ich schon deutlich wacher als Montagfrüh. Diesmal war kein Morgensport möglich. Um neun Uhr war ich zum ersten Mal für „kognitives Training“ angemeldet. Unser Däne, ein sehr gebildeter, aber auch anspruchsvoller Mitpatient, hatte diese Therapie ziemlich belächelt – da muss man zehn Obstsorten mit A aufzählen! (Kriegt ihr das aus dem Stegreif hin?... Continue Reading →
Das Zwieback-Ritual
Montagmorgen war ich wie immer hundemüde und völlig erschöpft aus einem sehr unruhigen Schlaf aufgewacht. Wiegen, Blutdruck messen, Tabletten holen, Therapieplan holen, frühstücken, beim Frühstück überlegen, welche Therapien ich heute mitmachen wollte bzw. musste. Wie meistens wurden es montags die Allgemeine Gymnastik – immer noch auf Seniorenniveau, dann das Walken / Intervalltraining nach der Visite... Continue Reading →
Die Macht der Gedanken
Montagmorgen war ich wie immer todmüde. Die erste Nacht in der Klinik schlief ich, trotz der Tabletten, sehr schlecht. Ich schlief spät ein, wachte oft auf. Ruth, die meistens schon um sechs das Zimmer verließ um zu Rauchen (in der Raucherecke im Innenhof, verbrachte sie auch beinahe den ganzen Tag), hörte ich nie. Sie war... Continue Reading →