Umso wohler ich mich in der Kunsttherapie fühlte, umso mehr fehl am Platz fühlte ich mich in der Burnout-Gruppe. Die Besetzung hatte mittlerweile komplett gewechselt. Wir waren seit heute nur noch vier Leute und es war nur noch einer von der sympathischen Gruppe am Anfang dabei. Ein älterer Herr, um die fünfzig, ein Krankenpfleger. Er... Continue Reading →
Geburtstagsbesuch
Auch am Tag nach meinem Geburtstag war meine Stimmung ausgesprochen gut. Der kleine Schock, den mir das Aufeinandertreffen mit Jeanette am Vortag bereitet hatte, war der Erleichterung gewichen, dass sie also nicht in meinem Zimmer war. Und die Klinik hier war definitiv groß genug, um ihr aus dem Weg gehen zu können. Das morgendliche Laufen... Continue Reading →
Volle Punktzahl
Heute war Donnerstag: Wassergymnastik um elf. Burnout-Gruppe um eins. Endlich das erste Mal Pilates. Danach noch Einzeltherapie. Aber die Sonne schien und heute war ein guter Tag. Pünktlich um eins fanden wir uns wieder im Gruppenraum der Station V ein. In der letzten Stunde hatten wir das Skript beendet, heute würden wir mit iner neuen... Continue Reading →
Rosenkranz
Ich fühlte mich unwohl. Irgendwie eingeengt. Gestern hatten wir die Slackline aufgebaut. Diesmal vor dem Klinikeingang, zwischen der Raucherecke und der Schaukel. Da war der Boden eben. Und außerdem dachte ich, dass vielleicht noch ein paar andere Bock hätten, es auszuprobieren. Hatten sie. Aus welchem Grund auch immer, ich weiß es nach wie vor nicht,... Continue Reading →
Wie kann an einem einzigen Tag so viel passieren?
Der Mittwoch würde mein erster „voller“ Tag sein: Walken bzw. Laufen, Angstgruppe, Kunsttherapie. Die Frühstückszeiten kollidierten leider ungünstig mit der Walkingzeit: Frühstück gab es nur bis viertel vor neun, das hieß also, man sollte vorher frühstücken, wenn man nicht riskieren wollte, nichts mehr zu erwischen. Um acht sammelten sich dann alle Patienten, die am Walking... Continue Reading →
Die Burnout-Gruppe
Ich war sehr gespannt auf meine allererste Gruppentherapie: die Burnout-Gruppe. Sie wurde von Therapeutinnen der Station V geleitet. Warum ich nicht in der Burnout-Station oder wie in der Psychiatrie in einer Depressionsgruppe landete, sondern stattdessen in der Angst-Station aufgenommen wurde, war mir ein Rätsel gewesen und würde es auch bis zum Schluss bleiben. Natürlich hatte... Continue Reading →
Ein voller Terminkalender
Am Sonntag war ich – wie erwartet – zu gar nichts zu gebrauchen. Das Mittagessen war eigentlich schon zu anstrengend. Ich versuchte, so wenig Sinnesreize wie überhaupt möglich zu generieren, schließlich musste ich ja immerhin noch selbst mit dem Auto bis in die Klinik fahren. Ich war zwar wirklich gerne zu Hause, und das nicht... Continue Reading →
Die Hochzeit
Am Samstag stand ich früh auf. Ich war in guter Stimmung, voller Vorfreude auf die Hochzeit. Ich frühstückte, holte meine Wochenendration Tabletten in der MZ und fuhr nach Hause. Es war wenig Verkehr, ich war sogar etwas früher als geplant zu Hause. Meine Eltern und meine Schwester waren bereits mitten in den Vorbereitungen, das Bad... Continue Reading →
Ausflug
Ach, wie schön das Leben doch sein konnte! Draußen schien die Sonne, das Mittagessen war sehr gut gewesen und der Knallertisch entwickelte sich richtig positiv. Wir hatten eine Neue dazubekommen. Auch so ganz und gar nicht der Typ Mensch, mit dem ich normalerweise zu tun hätte – aber es war mittlerweile genau diese total verrückte... Continue Reading →