#goodpeoplearound

Ich wohne in einer wunderbaren WG in einem wunderbaren Häuschen, in der Stadtmauer eines kleinen Städtchens. In den kleinen Gässchen gibt es jedoch kaum Stellplätze, so dass wir in der Regel auf einen städtischen Parkplatz ausweichen. Er liegt beinahe direkt unterhalb unserer Wohnung, direkt neben der Donau, die Luftlinie zwischen Haustür und Auto beträgt kaum 20 Meter; es liegen jedoch 96 Treppenstufen dazwischen.

Es hört sich schlimmer an, als es ist, man gewöhnt sich schnell daran. Die Treppen sind höchstens noch willkommenes Po-Training, außer man hat gerade den wöchentlichen Lebensmitteleinkauf erledigt und, warum auch immer, vergessen, zuerst oben an der Haustür in der Altstadt den Einkauf auszuladen. Da stand meine Mitbewohnerin also mit einem halben Kofferraum voller Bananen, Kopierpapier, Klopapier, Lachs, Nudeln, … und türmte alles vor sich auf – gerade so, dass sie noch darüber sah. Warum auch zweimal gehen, wenn man schon irgendwie alles auf einmal tragen kann? Hochkonzentriert balancierte sie die Stufen hinauf, bis ihr auf halber Strecke eine unbekannte Frau entgegenkam. Mit einem „noi, des kann i net mit anschauen. Geben’s her, bevor’s noch was verlieren!“ nahm sie einfach die obersten Packungen Toilettenpapier von Lisas Stapel und ging hinter meiner völlig perplexen Mitbewohnerin die Treppen wieder hoch. Oben angekommen wünschte sie Lisa noch einen schönen Tag, mehr als ein Dankeschön wollte sie nicht akzeptieren, drehte um und ging die Treppe wieder hinunter zum Parkplatz.

Danke! Einfach so. #goodpeoplaround

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