#goodpeoplearound

Auslandsaufenthalt während der Promotion, zwei Wochen in Kanada, der Prof bekannt, sonst aber niemand. Das könnten zwei einsame Wochen werden, da zudem dort gerade Semesterferien sind.

Und dann meldet sich auf die Rundmail des Profs an seine kanadischen Studenten innerhalb von zwei Stunden ein deutsches Mädel, die an einem benachbarten Lehrstuhl promoviert. Mit einer zweiseitigen E-Mail – inklusive Wohnungsangeboten, Tipps zur Uni und zum Studentenleben dort, den besten Stränden und Ausflügen dort. Obwohl sie noch gar nicht weiß, ob sie im Sommer überhaupt noch selbst in Vancouver ist. #goodpeoplearound

 

Alte Fehler neu gemacht.

Es ist wieder Frühling. Ich bin wieder in München. Übers Wochenende zumindest.

Die erste Prüfungsphase ist geschafft, Probezeit bestanden. Der Neuanfang ist vorbei, er ist mittlerweile Alltag. Ein guter, schöner Alltag, meistens entspannt, mit tollen Menschen um mich herum.

Ich habe einen weiteren Meilenstein hinter mir gelassen, ich bin definitiv wieder im echten Leben angekommen. Als ich im Oktober mit der neuen Ausbildung begonnen habe, hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet. War es richtig, mich auf mein Bauchgefühl zu verlassen? Neue Stadt, neue berufliche Ausrichtung, neue Wohnung, neu, neu, neu? Bin ich überhaupt schon fit genug für neu, neu, neu?

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#goodpeoplearound

Ich wohne in einer wunderbaren WG in einem wunderbaren Häuschen, in der Stadtmauer eines kleinen Städtchens. In den kleinen Gässchen gibt es jedoch kaum Stellplätze, so dass wir in der Regel auf einen städtischen Parkplatz ausweichen. Er liegt beinahe direkt unterhalb unserer Wohnung, direkt neben der Donau, die Luftlinie zwischen Haustür und Auto beträgt kaum 20 Meter; es liegen jedoch 96 Treppenstufen dazwischen.

Es hört sich schlimmer an, als es ist, man gewöhnt sich schnell daran. Die Treppen sind höchstens noch willkommenes Po-Training, außer man hat gerade den wöchentlichen Lebensmitteleinkauf erledigt und, warum auch immer, vergessen, zuerst oben an der Haustür in der Altstadt den Einkauf auszuladen. Da stand meine Mitbewohnerin also mit einem halben Kofferraum voller Bananen, Kopierpapier, Klopapier, Lachs, Nudeln, … und türmte alles vor sich auf – gerade so, dass sie noch darüber sah. Warum auch zweimal gehen, wenn man schon irgendwie alles auf einmal tragen kann? Hochkonzentriert balancierte sie die Stufen hinauf, bis ihr auf halber Strecke eine unbekannte Frau entgegenkam. Mit einem „noi, des kann i net mit anschauen. Geben’s her, bevor’s noch was verlieren!“ nahm sie einfach die obersten Packungen Toilettenpapier von Lisas Stapel und ging hinter meiner völlig perplexen Mitbewohnerin die Treppen wieder hoch. Oben angekommen wünschte sie Lisa noch einen schönen Tag, mehr als ein Dankeschön wollte sie nicht akzeptieren, drehte um und ging die Treppe wieder hinunter zum Parkplatz.

Danke! Einfach so. #goodpeoplaround

#goodpeoplearound

Es ist schon einige Zeit her, aber ich will sie nicht unter den Tisch fallen lassen: Sally Yates, Ex-US-Justizministerin. Sie hatte ihr Ministerium angewiesen, Trumps Einreiseverbot nicht zu verteidigen, da es nicht verfassungsgemäß sei.

Bei einer Anhörung vor drei Jahren wurde sie gefragt: Darf sich der Justizminister Anordnungen des Präsidenten widersetzen? Ihre Antwort: Der Justizminister verteidigt das Gesetz und die Verfassung. (Deutschlandfunk, 31.1.17)

So viel Rückgrat, Mut und Anstand finden sich in diesen Machtsphären selten. Hut ab, Sally Yates. Danke Ihnen.