Weisheiten eines Weisen

Das SZ-Magazin veröffentlichte im Heft 20/17 ein posthumes, aus alten Interviews zusammengebasteltes Gespräch mit Joachim Kaiser. Er gehörte zu den bedeutendsten Musik- und Literaturkritikern des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Ich bin nicht so sehr in den Feuilletons dieser Welt unterwegs, als dass ich mit Sicherheit sagen könnte, jemals zuvor einen seiner Texte gelesen zu haben. Aber dieses posthume Gespräch war spannend. Zwei der Weisheiten dieses klugen Mannes musste ich mir eben notieren:

Viele junge Leute wagen sich ohne Kopfhörer kaum mehr ins Freie. Mit nach innen gestülptem Blick stapfen sie beziehungslos durch die Natur. Allgegenwärtiger Lärm hat ihnen Angst vor der Stille beigebracht. 

[…]

Alles Misslingen hat seine Gründe – und alles Gelingen sein Geheimnis.

#goodpeoplearound

Samstagvormittag, ich habe gerade am V-Markt (sowas wie Kaufland) getankt und tippe jetzt die Adresse einer Freundin, die ich besuchen will, in Googlemaps ein. Plötzlich klopft es an mein Autofenster, ein älterer Herr mit Fahrrad steht davor. Was will der denn, denke ich. Motzen, weil ich die Zapfsäule nicht sofort freigemacht habe?

„Entschuldigung, haben Sie gerade getankt?“

„Ja, warum?“

„Sie haben Ihren Voucher nicht mitgenommen. Für jedes Tanken hier bekommt man eine Gutschrift für den nächsten Einkauf bei einem V-Markt. Wollen Sie den nicht mitnehmen?“

#goodpeoplearound #nichtgleichimmerschlechtesbefürchten