Passend zu den ganzen Weisheiten, die ich hier vermelde, ist mir ein neuer Weisheitszahn gewachsen. Dass er raus muss, ist hoffentlich kein schlechtes Omen.
Archiv für den Monat: Februar 2016
Die immer lacht.
Kennt ihr bestimmt, oder? Ich war am vergangenen Wochenende (also diesmal wirklich letztes Wochenende, Mitte Februar) zum ersten Mal seit Ewigkeiten – ich habe aufgehört, die Wochen oder eher Monate zu zählen – weg. Auch nur ein paar Stunden, nüchtern, und die nächsten zwei Tage war ich nicht zu gebrauchen, aber: ich war feiern! Ich kann euch gar nicht sagen, wie geil sich das angefühlt hat. Da brauchte ich gar keinen Alkohol mehr. Jedenfalls, ich auf der Tanzfläche, es war voll, die ersten paar Takte eines neuen Lieds klingen an. Ich erkannte es nicht, dafür aber offensichtlich meine Schwester, die mich mit einem „Oh das ist meeeeega!“ beinahe umwarf. Ich musste lachen, ließ mich mitreißen. Ich begann mitzusingen, mitzuspringen. Das ist mein Lied. Die eine, die immer lacht.
Mit philosophischen Ausbrüchen im Discostadl habe ich nun wirklich nicht gerecht. Aber das. Trifft es zu 100%. Und nur sie weiß, es ist nicht wie es scheint. Und sie weint, aber nur wenn sie alleine ist. Denn sie ist die eine, die immer lacht.
Eben habe ich im Radio, auf Bayern 3, ein kurzes Interview mit Kerstin Ott, von der das Original stammt, gehört. Das Lied ist tatsächlich entstanden, als es einer ihrer besten Freundinnen psychisch schlecht ging. Die eine, die immer lacht, muss eben auch erst lernen, dass sie nicht immer lachen und scheinen muss. Dass sie auch mal sein darf. Oder, wie meine Psychologin aus der psychosomatischen Klinik es nennen würde: Sie muss die Grauzonen entdecken. Es ist nicht immer alles super. Oder alles scheiße. Meistens ist es einfach irgendwo zwischendrin.
Das war mein Wort zum Donnerstag. Ich fahre jetzt ein paar Tage Schifahren :). Montag bin ich wieder da, dann geht es hier wieder weiter. Schönes Wochenende euch!
Abschied von der Psychiatrie
Meine letzten beiden Tage in der Psychiatrie waren angebrochen. Ich hatte heute noch ein letztes Gespräch mit der Psychologin, musste, wie bei meiner Aufnahme, eine Blut- und eine Urinprobe abgeben und zum EKG. An allen Therapien nahm ich – abgesehen vom kognitiven Training – bis zum Schluss teil. Morgen, Dienstag würde ich dann nach dem Entlassungsgespräch mit meiner Ärztin gegen halb zehn Uhr selbst mit dem Auto in die psychosomatische Klinik fahren. Diese lag circa eine halbe Stunde Autofahrt entfernt, war einfach zu finden, und ich war froh, mir mit der Tatsache wieder selbst mit meinem Auto mobil zu sein, wieder ein Stückchen Freiheit erkämpft zu haben. Offiziell durfte ich natürlich immer noch nicht fahren – daher wich ich der Ärztin dezent aus, als sie mich bei der letzten Visite fragte, ob ich bereits wüsste, wie ich in die neue Klinik kommen würde.
Ich war einerseits heilfroh, endlich die Klinik verlassen zu können. Andererseits hatte ich aber auch ein bisschen Angst: Die Psychiatrie hier war mein Schutzraum gewesen. Hier hatte ich mich endlich wieder gefangen. Hatte die erste Stufe auf der Treppe genommen. Ich hoffte inständig, in der neuen Klinik bessere Zimmergenossen als zuletzt zu haben. Jetzt zum Schluss erst habe ich realisiert, wie verdammt wichtig das war. Wohl mit das wichtigste überhaupt. Johanna würde in der neuen Klinik da sein, sie freute sich schon sehr auf mich hatte sie zuletzt geschrieben, das war gut. Und dann waren da noch die Therapien. Einige Mitpatienten hier in der Psychiatrie sprachen nur davon, wie unglaublich stressig und anstrengend so eine psychosomatische Klinik wäre, da würde man nur von einer Therapie zur nächsten rennen. Das musste man auch erst einmal schaffen. Ich spürte im Moment wieder sehr deutlich, deutlicher als noch vor zwei Wochen, dass ich mir meine Energie sehr genau einteilen musste. Zudem war das Kratzen im Hals schlimmer geworden. Ich fühlte die Erkältung regelrecht in mir hochsteigen. Das ist immer noch ein Krankenhaus, beruhigt mich meine Ärztin. Der Fokus liegt dort genauso wie hier auf Ihrer Genesung, die in Ihrem eigenen Tempo vor sich gehen wird. Natürlich ist es eine große Umstellung, das wird ein, zwei Wochen dauern, bis Sie dort angekommen sind. Aber Sie werden das schon schaffen, da bin ich mir sicher.
Jeanette schnarchte nun auch tagsüber im Zimmer. Draußen war es regnerisch und ziemlich kühl, also war ich hauptsächlich damit beschäftigt, ein ruhiges und trotzdem halbwegs gemütliches Plätzchen für mich zu finden. Ich zählte die Stunden. Ohne Steffi und Johanna war es hier wirklich nicht besonders gut auszuhalten. Wir schrieben hin und wieder auf Whatsapp – den beiden ging es ganz gut in ihren neuen Kliniken – aber das war natürlich nicht das gleiche. Ich wollte endlich hier raus. An einen angenehmeren Ort. Der die neue Klinik zu sein schien.
So jedenfalls absolvierte ich die beiden letzten Tage. Viele der Patienten, die länger hier waren, bestellten an ihrem letzten Abend Pizza für die große Runde – ein kulinarischer Hochgenuss, verglichen zu dem „normalen“ Essen. Ich begnügte mich mit meinem letzten Butter-Zwieback und einer Tafel Schokolade – für mich allein. Ich war froh, meine Ruhe zu haben. Ich hatte viel im Kopf, da brauchte nicht noch mehr hinzukommen und schon gar kein überflüssiger Schwachsinn.
Der letzte Morgen war unspektakulär. Frühstück wie immer. Viele Patienten, die ich noch gut kannte, waren nicht mehr da, eine ging ebenfalls heute. Eigentlich blieb beinahe nur noch Ruth über. Wir verabschiedeten uns – vermutlich auf Nimmerwiedersehen – und wünschten uns inständig alles Gute. Sie war mir in den letzten Wochen wirklich ans Herz gewachsen.
Nach dem Frühstück fand das Abschlussgespräch statt. Schließlich packte ich meine letzten Habseligkeiten zusammen, verabschiedete mich am Stützpunkt von den Schwestern und Pflegern und verließ die Station. Im Erdgeschoss warf ich einen letzten Blick in den nach wie vor trostlosen, aber mittlerweile etwas grüneren Innenhof und gab meine Patientenkarte an der Rezeption ab. Die Empfangsdame kannte mich mittlerweile beim Namen. Auch sie wünschte mir alles, alles Gute. Und ich sollte doch Johanna bitte schöne Grüße ausrichten. Schließlich drückte sie den Türöffner, die Glasschiebetür öffnete sich und ich verließ die Psychiatrie.
Ich nahm die nächste Stufe auf meiner Treppe.
10 Regeln für das Überwinden einer Depression
Da ich die letzte Stunde der Depressionsgruppe verpassen würde, besprach ich deren Inhalte im letzten Einzelgespräch mit meiner Psychologin. Nach dem wir Auslöser und Symptome besprochen hatten, fehlte nun noch der wichtigste Teil: Das Überwinden der Depression. Dafür gibt es zehn Regeln, an die man sich tunlichst halten sollte, um eine Genesung einzuleiten und/oder damit eine Therapie auf einer stabilen Grundlage aufbauen kann. Die meisten dieser Regeln liegen eigentlich alle auf der Hand und lesen sich verdammt einfach. Aber Dinge, wie tagsüber nicht im Bett liegen zu bleiben – wenn es doch auf der ganzen Welt keinen einzigen, nicht einmal einen schlechten Grund gibt, aufzustehen – sind verdammt, verdammt schwer. Hier ist also die Liste:
10 Regeln für das Überwinden einer Depression:
- Setzen Sie sich kleine, überschaubare (und konkrete!) Ziele.
- Seien Sie auch auf kleine Fortschritte stolz! (z.B. Einhaltung des Tagesablaufs)
- Bleiben Sie tagsüber nicht im Bett liegen (der Schlaf-Wach-Rhythmus muss unbedingt erhalten bleiben)
- Bewegen Sie sich täglich.
- Bekämpfen Sie Ihre Neigung, sich zurückzuziehen und sorgen Sie dafür, dass Sie Kontakt zu anderen Menschen haben.
- Finden Sie heraus, wie Sie sich am besten entspannen können und integrieren Sie das in Ihren Alltag.
- Ernähren Sie sich regelmäßig und gesund.
- Planen Sie Ihre Tage im Voraus – achten Sie dabei auf einen ausgewogenen Mix aus angenehmen und unangenehmen Aufgaben.
- Nehmen Sie depressive Gedanken nicht für bare Münze!
- Nehmen Sie Ihre Medikamente genau nach ärztlicher Verordnung.
102 Dalmatiner
Wochenende! Keine Schnarcher im Zimmer! Gutes Essen! Was für Kleinigkeiten mich momentan in Hochstimmung versetzen können…
Ich stand – es war bereits kurz nach acht – bereit, um zum letzten Mal von meinem Wochenend-Taxi (=Papa) abgeholt zu werden. Ich hatte nun die dritte Nacht in Folge mehr als schlecht geschlafen (Jeanette sei Dank), war tagsüber nicht mehr wie zuvor hauptsächlich mit mir selbst und meiner Genesung beschäftigt, sondern vor allem damit, gewissen Personen aus dem Weg zu gehen. Und das war bei dem schlechten Wetter nicht einfach. Zudem machte sich eine leichte Erkältung bemerkbar, ich hatte den Wetterumschwung unterschätzt. Mir ging es also nicht besonders gut, ich fühlte mich schwach und unsicher, aber die Aussicht auf ein Wochenende zu Hause hellte meine Stimmung deutlich auf.
Wie auch an den vergangenen Wochenenden hatte meine Ärztin mich wieder angehalten, mir einen detaillierten Plan mit Pausen zu notieren, den sie am Freitag auch nochmal mit mir durchgegangen war. Ich war im Moment sowieso überhaupt nicht motiviert, irgendetwas zu machen, ich wollte einfach zu Hause sein, mit der Katze auf dem Bauch auf dem Sofa sitzen und meiner Familie zusehen, bei dem was sie so taten, und wenn es nur Putzen und Kochen war. Der Plan war also wie folgt:
Samstag:
- 9.00 Uhr: Ankunft
- Bis 10.00 Uhr: Frühstück
- Anschließend: Wäsche waschen
- Pause bis Mittag.
- Mittagessen.
- Pause.
- 16:00 Uhr: Grillen mit den Turnmädels
Sonntag:
- Ausschlafen.
- 12.00 Uhr Mittagessen.
- Pause
- 15.00 Uhr: Packen für die neue Klinik
- Selbst (!) nach München in meine Wohnung fahren
- Etwa 18.00 Uhr: Pause und Abendessen; fertig packen
- 19.00 Uhr: Zurück in die Klinik fahren.
Ihr seht schon, ein hochspannendes Programm.
Das Highlight war ganz eindeutig das Grillen mit den Turnmädels am Samstagabend. Bis vor einem Jahr hatte ich gemeinsam mit einer Freundin, Mädchen im Alter von mittlerweile 15-17 Jahren trainiert. Das Grillen war früher der wichtigste Bestandteil des Trainingslagers in den Sommerferien gewesen und wir, bzw. viel mehr alle anderen hatten beschlossen, diese Tradition fortzuführen. Wir trafen uns also auch in diesem Sommer bei einem der Mädchen zu Hause, jeder brachte etwas mit. Es war ein entspanntes und gemütliches Beisammensein. Meine Trainerkollegin wusste, wie es mir ging. Alle anderen nicht. Ich hatte zugesagt, ich wollte kommen, auch wenn mir von vorneherein schon klar war, dass ich nicht allzu lange würde bleiben können. Aber zumindest zum Essen.
Es war ein komisches Gefühl. Irgendwie hoffte ich, dass mich jemand ganz einfach frage würde, wie es mir ginge, damit das Thema gleich am Anfang vom Tisch war und ich dann, ohne großes Trara, früher gehen könnte. Aber das Thema kam nicht auf. Es war schön, die Mädels und meine Freundin wieder zu sehen. Es war schön zu sehen, dass es ihnen gut ging (mal abgesehen von einem Kreuzbandriss). Aber das fröhliche Durcheinander war anstrengend. Ich fühlte mich verloren. Ein Schatten meiner selbst. Ich musste mich unglaublich anstrengen, um einem Gespräch – und an diesem Tisch liefen immer mehrere gleichzeitig – folgen zu können. Ich war froh, als das Fleisch fertig war. Damit konnte ich mich beschäftigen. Und es holte mich jedenfalls ins Hier und Jetzt zurück. Wenn ich aß, konnte mein Geist nicht Urlaub machen. Er musste essen. Damit war ich dann aber auch so beschäftigt, dass ich gar nicht mitbekam, dass ich bereits mehrfach gebeten worden war, den grünen Salat weiter zu reichen. Es war wohl der dritte Versuch, diesmal von meiner Nachbarin zur Linken, auf den ich schließlich doch noch reagierte. Das passierte nicht nur einmal. Nach dem Essen flirrte das Gespräch weiter, nein, ich wollte keinen Spritz trinken, warum? Ich muss noch fahren, und ich merkte, wie mein Geist immer wieder von dannen schwirrte. Schokomuffins waren ein gutes Mittel, ihn wieder zurückzubeordern, außerdem hatte ich Hunger, ich brauchte Energie, viel Zucker war da ideal. Irgendwann sah ich ein, dass es besser war, zu gehen. Ich bekam sowieso nichts mehr mit, ich war schon wieder nicht mehr da und ich fühlte mich körperlich schwach. Meine Trainerkollegin hatte mich schon mehrfach etwas besorgt angesehen, das war mir aufgefallen. Dann hatte ich immer versucht, zurückzulächeln. Von den anderen schien niemand etwas gemerkt zu haben. Ich zog langsam meine Strickjacke an, schob die Decke zurück, die ich mir um die Schultern gelegt hatte (so verfroren war ich früher auch nicht gewesen) und schulterte meine Tasche. Dann stand ich langsam auf. Ich wäre am liebsten einfach lautlos, ohne Kommentar, aufgestanden und gegangen. Ich hatte keine Kraft mehr, jetzt noch ein Gespräch oder gar eine Diskussion zu beginnen. Ich wollte einfach nur weg, nach Hause, mit der schnurrenden Katze auf dem Bauch, vielleicht würde ich eine ruhige Dokumentation ansehen. Keine Gespräche, kein Lärm – ich wollte nicht jemand sein müssen. Auch wenn es nur ich selbst war.
Als ich schließlich stand, starrten mich alle an. Mit Tasche und Jacke würde ich wohl nicht auf die Toilette gehen. „Ich gehe.“, sagte ich nur. „Schönen Abend noch“ Aber natürlich konnte ich mich damit nicht aus der Affäre ziehen. Was, warum? Es ist doch noch gar nicht spät? Fragten die gastgebenden Eltern und einige der Mädels. Mir geht es nicht gut. „Ach, komm zu mir, Franzi“, sagte Anna, „ich mache dich gesund! Magst du einen Tee oder sowas?“ Ich versuchte zu lächeln. So lieb von ihr. Ich bemühte mich zusammen zu reißen. Aber ich spürte die Tränen schon aufsteigen. „Danke“, antwortete ich Anna. „Aber das hilft leider nichts. Ich bin schon seit Juli krank.“ Ich weinte, ich konnte mich nicht mehr zusammenreißen. Und sah die fragenden Blicke. „Burnout“, sagte ich nur. Betroffene Gesichter. Der Vater, der mich ja mittlerweile auch seit mehr als zehn Jahren kannte, rief beinahe – aber du bist doch noch so jung! Ja. Ich zuckte die Schultern, bemüht, nicht noch mehr zu heulen: „Jedenfalls. Schönen Abend euch noch. Bis bald.“ Sie boten mir an, mich nach Hause zurückzufahren. Ob ich mir sicher war, noch Autofahren zu können. „Jaja, das geht schon.“ Ich ging um das Haus herum, verschwand aus dem Blickfeld. Im Auto begann ich erst einmal hemmungslos zu heulen. Zu viele Emotionen für mich Nervenbündel. Schließlich schluckte ich den letzten Rest der Tränen hinunter, startete den Motor und fuhr die kurze Strecke zurück zu meinen Eltern. Ein Dorf weiter. Es war wirklich nicht weit, das Fahren lenkte mich von mir ab, trotzdem war ich froh, als ich endlich zu Hause war. Im Haus war es still, es war niemand zu Hause. Ich war froh drum. Ich wollte gerade einfach nur allein mit meiner Traurigkeit sein. Die Katze vielleicht. Die wäre gut. So schön weich zu streicheln. Und das Schnurren so angenehm. Sie war tatsächlich da und protestierte nicht, als ich sie zu mir auf die Couch zog. Ich weinte eine Weile weiter, bis die Tränen versiegt waren. Ich wieder leer war, alle Emotionen aufgeräumt. Dann schaltete ich den Fernseher ein, in der Hoffnung etwas zu finden, das mich ablenkte. Der Fernseher war unglaublich laut. Ich drehte den Ton auf die unterste Stufe. Ich wusste genau, dass er damit eigentlich kaum noch zu hören war. Aber für mich war es gerade eine angenehme, normale Lautstärke. Ich zappte durch. Im Disney Channel lief 102 Dalmatiner. Sehr gut. Kurz drauf kam meine Mutter zu Hause. Auf die Frage, wie es war, und ihre Feststellung, dass sie mich noch nicht zu Hause erwartet hätte, antwortete ich: „Schön. Aber zu anstrengend.“ Ob sie das Pendel der Uhr vielleicht anhalten könnte? Es wäre so laut. Sie schaute mich etwas ungläubig an. Stoppte es dann aber. Setzte sich auf das Sofa gegenüber und schaute mit mir gemeinsam die 102 Dalmatiner. Vermutlich hörte sie so gut wie nichts. Sagte es aber nicht. Im Anschluss kam dann die 101 Dalmatiner. Die Katze mittlerweile auf meinem Bauch, schnurrend. Dann ging ich ins Bett. Ich war wieder ruhig. Aber auch völlig leer.
Sonntag ging es mir nicht gut. Die Stimmung war gerade noch okay, aber ich war müde, hatte überhaupt keinen Antrieb, und war immer noch so seltsam leer. Das Mittagessen war gut. Danach packte ich ohne besondere Motivation meine Sachen für die neue Klinik. Und langsam schlich sich die Einsamkeit wieder bei mir ein. Ich ertappte mich schließlich dabei, dass ich unten im Wohnzimmer stehend, dachte, ich wäre allen egal. Nicht einmal meine Schwester kümmerte sich um mich. Aber mittlerweile wusste ich diese Gedanken einzuordnen. Das war nicht ich. Das war die Depression. „So ein Unsinn“, scholt ich mich. Meine Schwester war schließlich oben im Zimmer, in ihrem Bett, nicht einmal 50 Meter von mir entfernt und ich hatte sie schließlich auch noch um gar nichts gebeten. Ich zwang mich, nach oben zu gehen, in ihr Zimmer. Reden konnte ich da schon nicht mehr. Ich setzte mich einfach zu ihr aufs Bett. Sie sah sofort, dass es mir nicht gut ging, unterbrach ihr Skype-Gespräch und fragte, was los wäre – ich murmelte nur ein leises „Ich weiß nicht.“ Und rollte mich auf ihrer Bettdecke zusammen. Ich hörte sie sich von ihrer Freundin verabschieden. Mir liefen bereits die Tränen über die Wangen. Sie nahm mich in den Arm und hielt mich fest. Es dauerte eine Weile, bis ich mich wieder gefangen hatte. Ich dachte nach. Ich musste noch nach München, in meine Wohnung, ich brauchte für die neue Klinik dringend ein paar Sachen von dort. Aber ich hatte Angst, dort alleine zu sein. Nicht vor dem Autofahren – das täte mir mit Sicherheit gut. Aber dort alleine zu Abend zu essen? Ich hatte wieder Angst vor mir selbst. Was, wenn ich dort wieder kippen würde? Da wäre ich alleine. Ich bat meine Schwester, mitzukommen. So fuhren wir dann, jede im eigenen Auto, nach München. Das Fahren tat gut. Es tat gut zu wissen, dass meine Schwester da war. Als wir in München ankamen, ging es mir schon wieder deutlich besser. Ich fühlte mich wieder halbwegs sicher. Wir machten gemeinsam Brotzeit, dann fuhr sie wieder nach Hause, und ich in Richtung Münchener Süden in die Klinik. Zum letzten Mal. Zwei Nächte noch. Und mir war es noch an keinem Sonntagabend so beschissen gegangen.
Buchtipp: Blasmusikpop
…oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam von Vea Kaiser
Noch ein Spiegel-Bestseller für euch! Vea Kaiser ist eine junge, österreichische Autorin, die mittlerweile zwei Romane veröffentlicht hat. Eben Blasmusikpop und Makarionissi. Beide sind sehr empfehlenswert, das Erstlingswerk finde ich jedoch besser, deswegen stelle ich euch dieses hier vor.
Aus dem Klappentext:
„Fischbandwurm, eine Seifenkiste mit Kurs auf den Mond, eine schwangere Dorfprinzessin, eine altphilologische Geheimgesellschaft, ein Jungfußballer mit dem Herz am rechten Fleck, eine sinistre Verschwörung der Dorfältesten sowie jede Menge poppige Blasmusik gehören zum einzigartigen Mikrokosmos des abgeschiedenen Bergdorfs St. Peter am Anger.“
Vea Kaiser erbaut in ihrem Roman ein Dorfgesellschaft, die so real ist und gleichzeitig doch in einem völlig anderem Kosmos zu spielen scheint – ein wenig wie in Jonas Jonassons „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ (und wer das noch nicht gelesen hat, sollte das als allererstes nachholen!). Zugegeben, anfangs ist das Ganze ein wenig langatmig. Der Fischbandwurm ist dann eben doch nicht so attraktiv. Was die Autorin dann aber, etwa ab dem zweiten Drittel, an Kuriositäten, einem großen Schuss Ironie, Witz und nicht zuletzt auch Emotionen zu einem großen Roman verknüpft, ist wunderbar. Schon lange nicht mehr habe ich beim Lesen so viel gelacht. Denn so absurd die Geschichte von St. Peter am Anger manchmal erscheint: Wir alle kennen ein St. Peter am Anger. Oder zumindest ihre Dorfältesten. Oder eine Dorfprinzessin. Oder. Oder. Oder.
Wahnsinnig witzig, charmant geschrieben, herrlich verrückt. Ein wunderbares Buch! Herzlichen Dank nach Österreich dafür.
Ach ja: Der 1. FC St. Pauli kommt darin auch zu einem großen Auftritt!
Sich selbst fremd werden
Heute bin ich genau drei Wochen in der Psychiatrie. Es geht mir sehr viel besser als vor meiner Einlieferung. Zum einen haben die Tabletten, die mir meine Psychologin in München noch verschrieben hat, beinahe zeitgleich mit der Einlieferung angefangen zu wirken – und mittlerweile weiß ich, dass es alles andere als selbstverständlich ist, dass die ersten Medikamente anschlagen UND keine Nebenwirkungen verursachen. Zum anderen fühle ich mich gut aufgehoben.
Dennoch: Die kleinste Überanstrengung oder Stress bemerke ich sofort. Ich habe gelernt, wie ich dagegen ankämpfen kann und rutsche nicht mehr ab. Aber das kostet mich unheimlich viel Kraft. Nach wie vor gibt es Tage, an denen ich schlecht gelaunt bin oder Tage, an denen ich einfach keine Energie habe. Ich muss mich langsam an meinen „neuen“ Körper und vor allem ein meinen „neuen“ Kopf gewöhnen.
Ein Beispiel, um euch zu verdeutlichen, was ich meine:
Ich habe lange geturnt. Die Grundbewegungen, wie das Rad, habe ich wohl tausendfach ausgeführt. Mein Kopf und meine Nervenbahnen wissen genau, was sie tun sollen. Ich Fachjargon nennt man das Automatisierung. Mein Körper reagiert also genau so, wie er es die letzten tausend Mal getan hat. Aber meine Muskeln und Sehnen sind wegen des mangelnden Trainings nicht mehr dehnbar genug. Das Ergebnis: Ich turne zwar das Rad korrekt, spüre aber die Dehnung in der Oberschenkelmuskulatur. Wenn es noch schlechter läuft, hole ich mir sogar eine Zerrung.
Genauso fühlt sich im Moment sehr vieles an.
Ich weiß, dass ich die Quersumme zu ihrer Zahl addieren und das Ergebnis dann in einem Feld von 30 Zahlen finden kann. Aber es kostet mich so viel mehr Energie als früher. Das Ergebnis: Mein Kopf fühlt sich nach einem einfachen Arbeitsblatt an, als würde er platzen.
Ich weiß, dass ich eine halbe Stunde Fitnesstraining meinem Körper eigentlich locker zumuten kann und kann eigentlich sehr genau einschätzen, wo die Grenzen meiner körperlichen Belastbarkeit liegen. Aber mein Kopf und Nervensystem haben sich meinem „neuen“ Körper noch nicht angepasst. Ich zwinge mich also oft unbewusst zu Leistungen, die meinen Körper momentan überfordern. Merke es aber erst hinterher – wenn ich nach einer halben Stunde Training nicht mehr in der Lage bin, meinen Arm über den Kopf zu heben und zwei Stunden in beinahe totaler Erschöpfung Hörbuch höre, bis ich auch nur Duschen kann – wie heute Vormittag passiert, als ich zum ersten Mal an der anspruchsvolleren Sportgruppe teilnahm.
Ich weiß, dass mir in einer vollen Kirche auch an einem Festtag keinerlei Gefahr droht. Die auftretenden Gedanken, die sich um Enge und Fluchtmöglichkeiten drehen, in Zaum zu halten, kostet mich jedoch alle Konzentrationsfähigkeit, die ich noch habe. Mein Kopf braucht danach eine lange Ruhepause.
Nicht zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass Heilung in meinem Fall heißt, mich neu auf mich einzulassen.
In einem schlauen Artikel, ich weiß leider nicht mehr, wo er erschienen ist, habe ich kürzlich einen sehr klugen Satz gelesen: Reisen bedeutet, sich selbst (und der eigenen Kultur) fremd werden.
Ich denke, das sollten wir alle öfter tun. Nicht unbedingt Reisen. Das ist zwar schön, aber nicht notwendig. Wir sollten öfter einfach mal einen Schritt zurücktreten von dem, was wir glauben zu sein, und uns ganz neutral analysieren. Ohne Wertung, alle Regeln und Voreingenommenheiten über Bord geworfen. Sind wir wirklich der Mensch, der wir eigentlich sein wollen?
Dirndl-Shopping
Nach dem ich mich wieder beruhigt hatte – war ja eigentlich auch völlig egal, was da jemand meinte zu wissen, den ich nicht einmal kannte – beschlossen meine Schwester und ich, wohin unser nachmittäglicher Ausflug hingehen sollte. Es regnete draußen, was die Auswahl stark einschränkte, und so entschieden wir uns, Dirndl kaufen zu gehen. Meine Schwester wollte sich für die kommende Wiesn neu ausstaffieren und in der Nähe der Klinik war ein großes Trachtengeschäft.
Ich war seit der Panikattacke im Juli nicht mehr in einem Laden gewesen. In keiner Art von Geschäft. Ich war noch nicht einmal Lebensmittel kaufen gewesen. Aber ich liebe Dirndl. Notfalls, sagte meine Schwester zu mir, fahren wir eben wieder zurück. Wir verließen also meine Station, ich gab brav meine Patientenkarte am Empfang ab, die Tür wurde geöffnet und wir verließen die Klinik. Genaugenommen war mir ganz egal, wo wir nun hinfahren würden. Hauptsache, ich sähe mal wieder andere vier Wände und andere Menschen. Auf dem Weg zum Trachtengeschäft stoppten wir noch kurz an einer Bäckerei. Das Mittagessen war mal wieder mehr als bescheiden gewesen, ich hatte tierischen Hunger. Schließlich kamen wir dort an. Erwartungsgemäß – Ende August – war viel los. Paare, Freundinnen, Mamas mit ihren Töchtern, alle auf der Suche nach einem neuen Wiesn-Outfit. Aber die viele Menschen verteilten sich in dem Laden recht gut. So viele Dirndl! Und sogar einige wirklich schöne! Wenige zwar, aber die waren toll. Und bezahlbar. Meine Schwester und ich stöberten gemeinsam auf der Suche nach einem möglichst moosgrünem Dirndl mit Leinenmieder. Das gab es natürlich nicht, aber ein paar andere sehr schöne, die meine Schwester anprobierte.
Zwischendurch fragte sie mich, ob auch alles okay wäre mit mir, aber mir ging es gut. Sicher, ich war nicht so fit wie normalerweise, das spürte ich. Aber ich hatte keine Angst, keine Panik, es war kein Herzstechen und keine Enge in der Brust zu spüren, meine Atmung ging nicht schneller. Nur für einen kurzen Moment begann ich panisch zu werden: Als ich plötzlich allein war und meine Schwester nicht sofort hinter der nächsten Kleiderstange wiederfand. Ich entdeckte sie keine Minute später in der Umkleidekabine. Aber das war während der doch knapp zwei Stunden, die wir dort verbrachten, der einzige Moment, in dem so etwas wie Angst oder Panik in mir hochkam. Das war gut!
Gekauft hat sie schlussendlich nichts, das perfekte Dirndl war einfach nicht dabei. Anschließend waren wir noch am Starnberger See. Ich hatte immer noch Hunger und wollte unbedingt ein vernünftiges Abendessen. Hmm. Lecker war es. Dann ging es wieder zurück in die Klinik, wo ich den restlichen Abend versuchte, meine neue Zimmergenossin so gut als möglich zu ignorieren. War nicht ganz einfach.
Wirklich, Neon?!
Es ist Donnerstagmittag, mein Therapieprogramm, Yoga und Laufen, und das grauslige Mittagessen sind vorbei. Draußen regnet es, und ich warte auf meine Schwester. Wir wollen zusammen einen kleinen Ausflug machen. Wohin bei dem Wetter? Wissen wir noch nicht. Jedenfalls sitze ich mit meinem Tablet im Bett und google, um die Wartezeit zu vertreibe. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, was ich genau suchte. Jedenfalls stoße ich dabei auf ein Interview mit dem „Berliner Autor und Ökonom Holm Friebe“ im NEON-Blog. Und bin sprachlos.
„Das einzige, worauf man stolz verweisen kann, was man mit nach Hause bringt, ist die Erschöpfung. Und da hat es dann etwas Heroisches, wenn man seinen Burnout wie eine Monstranz vor sich herträgt und sagt: Jetzt hole ich mir meine Freiheit als Freizeit zurück.“
Hier der ganze Text:
http://blog.neon.de/2015/04/burnout-ist-zum-sehnsuchtsfeld-geworden/
Ernsthaft?! Ich hole mir meine Freizeit zurück? Ich trage ihn vor mir her wie eine Monstranz? Burnout ist ein Sehnsuchtsfeld?! Neon, ist das euer Ernst? Von Freizeit zurückholen kann hier wohl keine Rede sein. Mir geht es wirklich richtig, richtig scheiße. Ich verpasse eben mal so vermutlich ein halbes Jahr meines Lebens – viel, viel mehr, als wenn ich weiter gearbeitet hätte. Wer auch immer dieser Herr Ökonom ist: Er kann gern mal auf einen Kaffee vorbeikommen. Ich kenne viele, die einen Burnout hatten. Und keiner, kein einziger von denen, hat ihn vor sich her getragen wie eine Monstranz. Vielmehr scheint das nach wie vor DER Schandfleck in der eigenen Biographie zu sein – den man erst aufdeckt, wenn man sich unter Gleichen weiß. Wie sonst erklärt der Herr Ökonom mir, dass ich von den Burnouts meiner Bekannten, Kollegen oder Freunde erst erfahren habe, als ich selbst bereits mittendrin steckte? Dass ich selbst eine Diagnose noch sechs Wochen „verschleppte“, vor allem aus Angst, damit beruflich „raus“ zu sein? Ich war stinksauer. Wirklich. Meine Schwester musste sich dann auch erstmal mein Gezeter darüber anhören. Was hat sich die NEON dabei gedacht? Bisher hatte ich immer viel von dem Magazin gehalten.
Jedenfalls. Jetzt habe ich ein bisschen Abstand. Und mit einigem hat her Friebe wohl auch recht. Mittlerweile kann ich meine „Freizeit“ oft auch wieder genießen. Aber – Sehnsuchtsfeld? Monstranz?! Freiheit als Freizeit zurückholen? Spinnt der?
Was meint ihr dazu? Würde mich sehr interessieren.
Morgendliches Mantra
Im Stillen dankte ich meiner Mutter, die mir bei meiner Ankunft Oropax in meinen Waschbeutel geschoben hatte. Nach dem Jeanette den ersten Teil der Nacht im Dreißig-Minuten-Takt abwechselnd ins Bad und zum Stützpunkt gelaufen war, sich die neunundzwanzig Minuten dazwischen geräuschvoll in ihrem Bett – mir gegenüber -hin- und herwälzte, war sie nun endlich eingeschlafen. Und schnarchte nun wie ein Walross. Man hörte sie vermutlich auch noch drei Zimmer weiter. Ich schob die Oropax tiefer, drückte mir mein zweites, eigenes Kissen aufs Ohr, zur Wand gedreht war ich schon die ganze Nacht, und versuchte einmal mehr zu schlafen. Zwischendrin hörte ich auch Ruth rascheln – sie machte wohl auch kein Auge zu. Irgendwann schlief ich ein: sei Dank. Bis irgendjemand in aller Herrgottsfrühe ein „Guten Morgen!“ durchs Zimmer schmetterte -und ein Gespräch begann. Es dämmere gerade erst, ich war hundemüde. Gereizt zeterte ich, dass sie gefälligst leise sein sollten! Ich hörte die Tür öffnen und schließen, das war wohl Ruth, die zum Rauchen ging. Also war es wohl noch nicht einmal sechs. Jeanette war offensichtlich im Bad verschwunden, da dort der Wasserhahn aufgedreht wurde. Ich drehte mich wieder um, schnaufte verzweifelt tief ein und aus, und versuchte, wieder einzuschlafen. Nach ein paar Minuten hörte ich jemanden laut reden. In einem gleichbleibenden Rhythmus. Hin und wieder konnte ich verstehen, was gesagt wurde. Jeanette, du bist schön! Jeanette, du bist reizend! Jeanette, du bist fröhlich! Oh. Mein. Gott. Ich weiß, ich sollte wirklich Mitleid haben, da ging es jemanden nicht nur gerade scheiße, so wie mir, sondern wohl schon immer. Aber es ging nicht. Es war momentan kein Fünkchen Emotion für irgendjemanden außer mir vorhanden, und schon gar kein Mitleid für eine vollkommen Fremde, die noch dazu in meinen Schutzraum eingebrochen war wie ein Elefant. Ich musste mich wirklich sehr zusammenreißen, um weder vor Wut noch vor einem leicht verzweifelten Lachen zu explodieren. Ich stellte mich schlafend, bis endlich auch sie das Zimmer verlassen hatte, dann schlief ich sogar wieder ein. Bis mich eben die Schwester um halb acht weckte. Im Bad entdeckte ich dann den Ursprung des morgendlichen Mantras: Eine bunte Postkarte neben dem Spiegel, auf der stand: Du bist… gefolgt von ca. zwanzig positiven Adjektiven. Ich starrte sie etwa ungläubig an. Das würde ich nun wohl jeden Morgen hören. An der Badezimmertür hingen außerdem noch einige selbstgemalte Bilder, auf denen Dinge wie „Jesus liebt dich!“ standen. Daran war eigentlich nichts auszusetzen. Besser als der Wachturm der Zeugen Jehovas jedenfalls. Aber das alles zusammen! Das war zu viel. Ich seufzte, putzte mir die Zähne, wusch mein Gesicht, zog mich an, schnappte mir die Wasserflasche und ging zum Stützpunkt, um das morgendliche Messen, Wiegen und Medikamente nehmen hinter mich zu bringen. Um halb neun begann bereits die Yoga-Stunde, ich musste mich beeilen. Mittlerweile gehörte ich zu den „alten Hasen“ und gesellte mich zu der Damenrunde. Elvira war darunter, die Dame, die mich an meine Tante erinnerte, dann eine neue, die meistens heulte, sonst aber nett war und eine sehr nette Burnoutpatientin, die mit mir in der AGT-Gruppe war. Obwohl ich die vergangenen zwei Wochen hauptsächlich mit Johanna und Steffi verbracht hatte, gehörte ich irgendwie dazu. Man kannte sich eben. Wusste sich irgendwie zu schätzen.
