Der einzige Weg, über den wir willkürlich unser vegetatives, also das unbewusste, Nervensystem beeinflussen können, ist die Atmung. Genauer die Ausatmung. Eine lange Ausatmung bewirkt eine Aktivierung der parasympathischen Nervenstränge, die für den Entspannungsmodus – Rest & Digest – verantwortlich sind.
Die 4711 Regel ist gut zu merken und leicht, auch zwischendurch im Büro, umsetzbar:
4 mal hintereinander
7 Sekunden ein- und
11 Sekunden ausatmen
Ich atme also sieben Sekunden ein und atme anschließend elf Sekunden lang aus. Das wiederhole ich viermal.
An die „4“ sollte man sich halten, da sich bei mehreren Wiederholungen die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn verschlechtern kann und folglich Schwindelgefühle auftreten können. Wer die Übung öfter machen will, muss nach jedem vierten 711-Atemzug mehrere Atemzüge Pause einlegen. Wer es nicht schafft, so lange auszuatmen, zählt einfach schneller, bleibt aber bei den sieben bzw. elf Zeiteinheiten; das Verhältnis von Ein- zu Ausatmung ist wichtig.
Weitere Atemübungen, die mir geholfen haben und wie ich sie während Angstzuständen anwenden konnte, findet ihr entweder in den älteren Blogtexten oder ganz einfach in meinem Buch zum Nachlesen.
