Buchtipp: Ein Mann namens Ove

Und schon wieder haben wir es mit Selbstmord zu tun. Ove hat vor einem halben Jahr seine Frau verloren, und nun wird ihm auch noch gekündigt. Kein Grund also, seine Frau noch länger warten zu lassen. Doch er hat kein Glück. Jeden Tag versucht er aufs Neue, endlich wieder bei seiner geliebten Sonja zu sein, aber keine Chance: Er hat keine Zeit zu sterben. Eine zerfledderte Katze (nein, es ist nicht seine!) und die neue Nachbarsfamilie mit zwei naseweisen Gören, einer ausländischen und noch dazu schwangeren Mutter und einem IT-Berater-Nichtsnutz zum Vater lassen ihm einfach keine Zeit dazu.

Ove wächst dem Leser ans Herz. Der Schwede Frederik Backmann erzählt in seinem Debüt eine sehr tragische, oft zu Tränen rührende Geschichte auf eine sympathische, herzerwärmende und unglaublich witzige Art. Eine Empfehlung für jeden, ob jung, ob alt, ob Mann, ob Frau, ob Gerne-Leser oder Muss-das-sein-Leser. Der Titel hat die Bestsellerlisten nicht von ungefähr erobert!

Buchtipp: Das Lügenhaus

Und um euch nicht auf die Folter zu spannen: Das Buch, das mit dem Selbstmord beginnt, ist „Das Lügenhaus“ der norwegischen Bestsellerautorin Anne B. Ragde. Ein eigentlich völlig trostloses Setting, die Protagonisten ein Bestatter, ein Schweine-Bauer, ein homosexueller Dekorateur und die uneheliche, erwachsene Tochter des Bauern. Trotzdem habe ich das Buch kaum aus der Hand legen können. Die Autorin erweckt diese norwegische Tristesse zum Leben und die schrulligen Hauptpersonen wachsen einem richtig ans Herz. Ich habe eben, als ich nochmal überprüfte, ob ich Ragde richtig geschrieben habe, festgestellt, dass „Das Lügenhaus“ der erste Band der Neshov-Trilogie ist. Teil zwei und drei stehen hiermit auf meiner Einkaufsliste.

PS: Warum zum Amazonas reisen, wenn es auch in deiner Stadt Bücher gibt?

Buch- und Filmtipps (nicht nur) für Depressive

Status

Ich liebe Lesen. Ich liebe es, mich dabei in anderen Welten treiben zu lassen, andere Kulturen und Länder zu erkunden. Oder mich auch einfach nur abzulenken. Als ich Ende Juni plötzlich nicht mehr in der Lage war, zu lesen, realisierte ich einmal mehr, wie schlimm es um mich stand. Lesen war immer mein Rettungsanker gewesen. Liebeskummer, Trauer – ich hatte alles weggelesen.

Glücklicherweise hatte ich diese Fähigkeit schnell wieder zurück. Nur war die Auswahl der Bücher in den letzten Wochen nicht immer einfach. Ich mag keine Thriller und nur ausgewählte Krimis. Geschichten, in den es um glückliche Menschen, Beziehungen, etc. geht, gehen gerade einfach nicht. Nachdem ich nacheinander drei solcher luftig-leichter Liebesromane, von Cecilia Ahern über Jojo Moyes angelesen und spätestens nach dem zweiten Kapitel weggelegte habe, fiel mir ein anderes Buch, das mir eine Freundin geliehen hatte, in die Hand. Das Buch begann mit dem Selbstmord eines Jungen in einem norwegischen Kaff, aus der Sicht des Bestatters erzählt. Hervorragend! Das passte viel besser zu meiner Stimmung (und war auch weniger unrealistisch).

Hier werde ich euch in der nächsten Zeit also auch ein paar Buch- und Filmtipps mit euch teilen. Und keine Angst – sie werden garantiert nicht alle mit einem Selbstmord beginnen.

Filmtipp: Soul Surfer

Der Film basiert auf der Biographie der Profisurferin Bethany Hamilton. Sie ist bereits ein vielversprechendes Nachwuchstalent und hat den ersten Sponsorenvertrag in den Händen, als sie bei einer Haiattacke einen Arm verliert. Der Film begleitet sie auf ihrem beeindruckenden Comeback. Neben der Geschichte, die gleichzeitig herzzerreißend und inspirierend ist, begeistern vor allem auch die tollen Surf-Aufnahmen.