Liebe alle,
heute ist Heilig Abend. Ein besonderer Tag. Es ist Weihnachten. Die Familie kommt zusammen. Ich freue mich darauf.
Es ist auch der Tag der Geschenke. Vor ein paar Tage habe ich in der „stadtgottes“ einen interessanten Artikel zum Thema Geschenke gelesen. Den ich nun leider nicht mehr finde, die Zeitschrift ist wohl schon in den Papiermüll gewandert. Jedenfalls, was ich euch daraus mitgeben wollte:
Geschenke zeigen, dass man sich mit einer Person auseinandergesetzt hat, sie einem wichtig ist. Soweit nichts neues. Aber den nächsten Satz, finde ich, könnten wir uns alle ein wenig mehr hinter die Ohren schreiben, und damit ein bisschen Stress sparen: Wer jemanden beschenkt, erwartet nicht, dass er auch etwas geschenkt bekommt. Sondern er erwartet, dass sich der Beschenkte über das Geschenk freut!
Ich habe auch ein kleines „Geschenk“ für euch, dass ich sozusagen ganz unerlaubt, weiter schenke. Ich sehe euch gerade nicht, deswegen müsst ihr euch auch nicht unbedingt darüber freuen 🙂
Meine Therapeutin aus dem BOZM hatte mir das die Tage geschickt. Die liebe Geduld…
Über die Geduld
Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles austragen – und
dann gebären…
Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…
Man muss Geduld haben
Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.
Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.
Rainer Maria Rilke
Ich möchte mich bei euch allen bedanken: Ihr gebt mir einen triftigen Grund zu Schreiben und das Schreiben ist das beste Beruhigungs-, Entspannungs- und Verarbeitungsmittel, dass sich mir in den letzten Monaten aufgetan hat. Danke für das Lesen, für eure Kommentare, und eure vielen lieben Worte, ob hier als Kommentar, oder persönlich. Jedes einzelne davon war wichtig und wertvoll für mich.
Ich wünsche euch allen frohe Weihnachtstage im gemütlichen Familienkreis, mit viel Lachen, viel Gesang, vielen Plätzchen, und viel Liebe. Passt auf euch auf!
Eure Sophie