Filmtipp: Vielleicht lieber morgen („The Perks Of Being A Wallflower“)

Vorneweg: Der Film basiert auf einem Buch von Stephen Chbosky, das ich jedoch nicht gelesen habe.

Charlies bester – und einziger – Freund hat sich umgebracht. Und Charlie selbst ist auch nicht gerade das, was man generell als psychisch stabil bezeichnen würde. Er ist ein Mauerblümchen (Englisch: „Wallflower“), ein Außenseiter. Zufällig lernt er nach einigen Wochen an der High School ein älteres Geschwisterpaar kennen und freundet sich mit den beiden an. Durch sie entdeckt er eine völlig neue Welt. Er wird in ihren Freundeskreis integriert, und lernt das kennen, was, wie ich finde, im englischen Titel sehr schön mit „Das Gute daran, ein Mauerblümchen zu sein“ umschrieben wird. Er lernt sein Leben und sich zu lieben, so wie es ist – dank seiner neuen Freunde. Natürlich ist damit nicht alles in Ordnung – aber ich möchte nicht zu viel vorweg greifen.

Der ganze Film ist düster gehalten, und doch von durchdringender Freude am Leben und an der Wirklichkeit geprägt. Er bewegt, und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Ein großartiges Werk, mit einer tollen Emma Watson, fernab vom gewöhnlichen Hollywood.