Filmtipp: Vielleicht lieber morgen („The Perks Of Being A Wallflower“)

Vorneweg: Der Film basiert auf einem Buch von Stephen Chbosky, das ich jedoch nicht gelesen habe.

Charlies bester – und einziger – Freund hat sich umgebracht. Und Charlie selbst ist auch nicht gerade das, was man generell als psychisch stabil bezeichnen würde. Er ist ein Mauerblümchen (Englisch: „Wallflower“), ein Außenseiter. Zufällig lernt er nach einigen Wochen an der High School ein älteres Geschwisterpaar kennen und freundet sich mit den beiden an. Durch sie entdeckt er eine völlig neue Welt. Er wird in ihren Freundeskreis integriert, und lernt das kennen, was, wie ich finde, im englischen Titel sehr schön mit „Das Gute daran, ein Mauerblümchen zu sein“ umschrieben wird. Er lernt sein Leben und sich zu lieben, so wie es ist – dank seiner neuen Freunde. Natürlich ist damit nicht alles in Ordnung – aber ich möchte nicht zu viel vorweg greifen.

Der ganze Film ist düster gehalten, und doch von durchdringender Freude am Leben und an der Wirklichkeit geprägt. Er bewegt, und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Ein großartiges Werk, mit einer tollen Emma Watson, fernab vom gewöhnlichen Hollywood.

Buch- und Filmtipps (nicht nur) für Depressive

Status

Ich liebe Lesen. Ich liebe es, mich dabei in anderen Welten treiben zu lassen, andere Kulturen und Länder zu erkunden. Oder mich auch einfach nur abzulenken. Als ich Ende Juni plötzlich nicht mehr in der Lage war, zu lesen, realisierte ich einmal mehr, wie schlimm es um mich stand. Lesen war immer mein Rettungsanker gewesen. Liebeskummer, Trauer – ich hatte alles weggelesen.

Glücklicherweise hatte ich diese Fähigkeit schnell wieder zurück. Nur war die Auswahl der Bücher in den letzten Wochen nicht immer einfach. Ich mag keine Thriller und nur ausgewählte Krimis. Geschichten, in den es um glückliche Menschen, Beziehungen, etc. geht, gehen gerade einfach nicht. Nachdem ich nacheinander drei solcher luftig-leichter Liebesromane, von Cecilia Ahern über Jojo Moyes angelesen und spätestens nach dem zweiten Kapitel weggelegte habe, fiel mir ein anderes Buch, das mir eine Freundin geliehen hatte, in die Hand. Das Buch begann mit dem Selbstmord eines Jungen in einem norwegischen Kaff, aus der Sicht des Bestatters erzählt. Hervorragend! Das passte viel besser zu meiner Stimmung (und war auch weniger unrealistisch).

Hier werde ich euch in der nächsten Zeit also auch ein paar Buch- und Filmtipps mit euch teilen. Und keine Angst – sie werden garantiert nicht alle mit einem Selbstmord beginnen.