Mach‘ ich eine verdiente Pause oder bin ich einfach faul?

Kennt ihr das? Ich liege in der Sonne, oder einfach im Bett, schaue irgendeine Serie, vielleicht habe ich davor sogar schon etwas erledigt. Die To-Do-Liste ist aber selten ganz aufgearbeitet und dann fängt es in mir schon an:

Du bist faul! Tu was!, motzt der innere Kritiker.

Aber Pausen und auch Faulsein sind super wichtig, fördern sogar die Kreativität, das weißt du doch spätestens seit dem Burn-out, kontert irgendeine andere Stimme.

Ja, was tue ich denn da gerade? Faulenzen? Oder Pause machen?

Normalerweise habe ich einen Dienstplan. Da ist fein geregelt, wann ich Pause habe und wann nicht, da kann ich das easy unterscheiden. In den Monaten, in denen ich krankgeschrieben war, ist ja jetzt auch schon eine Weile her, hatte ich mir ein ganz gutes Gerüst entwickelt, und – da war ich krankgeschrieben. Da sollte ich per definitionem faulenzen (also gesund werden). Momentan bin ich im Beschäftigungsverbot, das heißt: zwar in anderen Umständen, aber (glücklicherweise!) definitiv nicht krank. Und im Haus und am Buch und am Bürokratie-Schreibtisch gäbe es genug zu tun, die To-Do-Listen werden nicht kürzer. Und je länger dieses Beschäftigungsverbot dauern, desto mehr kämpfe ich innerlich mit meiner Produktivität bzw. Faulheit.

Ich weiß, dass dieses „immer Arbeiten, immer produktiv sein“ ein ganz stark in mir verhafteter Glaubenssatz ist, sehr deutsch, zu viele Bauernhof-Gene vermutlich. Seit mir das in der Therapie so bewusst wurde, hatte ich das ganz gut im Griff – aber ich habe seither immer entweder mit einen Lehrplan mit Prüfungen oder eben geregelte Arbeitszeiten gelebt, die mir sehr gut halfen, diesen Glaubenssatz einzugrenzen. Wenn für die Prüfung gelernt war oder Feierabend, war eben Feierabend, wohlverdient.

Nun, so den ganzen Tag zu Hause ohne einen festen Plan von außen, kämpfen die beiden Stimmen in meinem Kopf. Einen Masterplan, die beiden zur Ruhe zu bringen, habe ich noch nicht entwickelt. Zeitpläne, To-Do-Listen helfen zwar, aber so ganz zur Ruhe kommt der Kritiker nicht. Wenn mir nicht gerade ohnehin vor lauter Müdigkeit auch tagsüber die Augen zufallen (wie macht man das nur, wenn man sich parallel noch um ein Kind und nen Job kümmern muss?!), muss ich mir selbst die Pausen richtig zugestehen. Eiei. Diese Glaubenssätze sind ganz schön hartnäckig, das Arbeiten daran hört einfach nicht auf. Tipps, anyone? Gern in den Kommentaren 🙂

Die große Pause

Was war das Beste an der großen Schule? Die große Pause natürlich!

Früher oder später sind wir alle aus der Schulzeit rausgewachsen – und irgendwie haben wir damit auch die große Pause verloren. Wir sind zu erwachsen, um herumzutollen, und überhaupt – für solchen Unsinn haben wir doch gar keine Zeit mehr. Dabei sind Pausen wichtig: Wir brauchen sie dringend, sie geben frische Energie und erlauben unseren Gedanken, neue Ideen zu spinnen.

Es muss ja nicht immer die große Pause sein. Zwischen meiner Ausbildung, der Vorbereitung auf das Staatsexamen und den vielen anderen kleinen Dingen, die sonst noch so zu erledigen sind, finde ich oft auch keine zwanzig Minuten. Aber fünf Minuten – die gehen immer! Die fallen meistens nicht einmal auf.

Ihr wisst aber nicht, was ihr in den fünf Minuten Pause dann überhaupt tun könntet? Weil sie zu kurz zum Joggen oder Kaffeetrinken sind? Ich habe da ein paar Ideen für euch. Zum Auspowern während eines langen Schreibtischtages, zum Runterkommen nach einem anstrengenden Meeting oder einfach, um dem Kopf eine kurze Pause zu gönnen.

Meine zehn Lieblingspausen:

  1. Fünf Minuten lang einfach den Himmel bewundern, die Wolkenformationen und das Farbenspiel genießen
  2. Schaukeln
  3. Wenn die Sonne scheint: die Sonnenstrahlen auf der Haut genießen
  4. Trampolin springen
  5. Lieblingsmusik laut aufdrehen und mitsingen!
  6. Lieblingsmusik laut aufdrehen und abspacken!
  7. Jonglieren
  8. Fünf Minuten lang einfach meinen Atem beobachten
  9. Kickern
  10. Vom nächsten Ausflug oder Urlaub träumen

Viel Spaß bei eurer nächsten kleinen Pause! 🙂

Zum ersten Mal

Am Heiligen Abend war in diesem Jahr meine Oma zu Besuch. Meine Oma ist mittlerweile stolze 93 Jahre alt. Wie jedes Jahr stellten wir uns vor der Bescherung zum klassischen Familienfoto auf. Erst mit Oma, dann mit Tante, dann nur wir Schwestern – schließlich drückte ich meiner Oma die Kamera in die Hand. „Oma, kannst du bitte noch ein Foto von uns machen?“ „Ich?! Ich habe in meinem ganzen Leben noch kein Foto gemacht!“

Wir anderen waren alle ziemlich erstaunt. Auf die Idee, dass unsere Oma noch nie selbst ein Foto gemacht haben könnte, wären wir nie gekommen. Ich erklärte ihr, auf was sie achten muss und welcher Knopf der Auslöser war – und dann schoss meine Oma mit 93 Jahren ihr allererstes Foto. Sie war riesig stolz drauf.

Es ist nie zu spät, irgendwas zum ersten Mal zu machen. Und es ist auch nie zu spät damit anzufangen, etwas anders zu machen als die 93 Jahre zuvor.

Wir alle waren ziemlich gerührt. Und ich begann, darüber nachzudenken, welche Dinge ich in diesem Jahr zum ersten Mal gemacht habe. Die Liste ist – wenn man so darüber nachdenkt – tatsächlich ziemlich lang.

Ich habe mich zum ersten Mal getraut einen Doppelsalto zu springen.

Ich war zum ersten Mal Pilgern.

Ich habe zum ersten Mal mit psychiatrischen Patienten gearbeitet.

Zum ersten Mal erschienen meine Texte auf der Stern-Startseite. 

Ich habe zum ersten Mal Fußball gespielt.

Ich habe zum ersten Mal Schupfnudeln selbst gemacht. 

Den Rest behalte ich für mich und ich glaube, ich muss auch noch ein paar Nächte über diese Liste schlafen  – mir fällt bestimmt nicht alles auf Anhieb ein. Mein Vorsatz für’s nächste Jahr: Dabei zu bleiben, Dinge zum ersten Mal zu machen.

 

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

Henry Ford

 

MBSR-Kurs, Tag 3

Nach zwei Wochen habe ich es langsam geschafft, den vielen MBSR-Hausaufgaben Raum in meinem Alltag zu schaffen. Body-Scan, Achtsamkeitsyoga, viele kleine Aufgaben – das braucht Raum. Aber ich selbst brauche eben Raum in meinem Leben, so einfach ist das. Es war sogar erstaunlich einfach, Platz für all diese neuen, manchmal wirklich zeitintensiven Aufgaben zu finden. Ich bin nach zwei Wochen im Kurs angekommen, würde ich sagen.

In der dritten Kursstunde beschäftigten wir uns mit Grenzen – in der Realität, im Kopf, mit Grenzen, die unsere Bedürfnisse beschützen und mit Grenzen, die uns einengen.

Der erste Typ Grenzen – das sind vor allen Dingen die, die wir gerne mal überschreiten. Ich bin zwar eigentlich hundemüde, aber noch ein Bier trinken gehen oder unbedingt Staubsaugen? Klar. Ich will eigentlich nicht vom Chef mit meinem Spitznamen gerufen werden, aber deswegen ein Fass aufmachen? Nein, lieber die Grenzüberschreitung dulden. Mit diesen Grenzen habe ich mich viel, viel weiter oben im Text schon einmal beschäftigt: Grenzen setzen

Zum zweiten Typ Grenzen will ich gar nicht viele Worte verlieren. Lieber möchte ich euch einen kleines Gedicht mit auf den Weg geben, dass ich mir selbst gern ins Gedächtnis rufe, wenn ich auf Grenzen stoße:

There is freedom waiting for you,
On the breezes of the sky,
And you ask „What if I fall?“
Oh but my darling,
What if you fly?
― Erin Hanson

Grenzen existieren nicht nur auf Landkarten, sondern vor allen Dingen in unseren Köpfen und haben vielerlei Gestalt. Ist die Kante des Sprungturms im Bild oben für euch eine Grenze? Oder ist sie vielmehr ein Sprungbrett in Richtung Horizont?

Macht euch auf die Suche nach euren eigenen Grenzen. Wenn ihr sie gefunden habt, beobachtet und hinterfragt sie: beschützen oder begrenzen sie euch? Die, die euch begrenzen, lasst los, werft sie vom Sprungturm, mit Anlauf! Aber die, die euch beschützen, achtet sorgsam.

MBSR-Kurs, Tag 1

Rosinen! Bäh!

Entweder man liebt Rosinen oder man hasst sie. Ich hasse sie. Aber gut, das hilft mir gerade auch nichts – erwartet doch die Kursleiterin, dass ich mich trotzdem, achtsam, diesen drei Rosinen da vor mir nähere. Einer nach der anderen.

Ich soll die erste ganz genau betrachten. Minutenlang. Wie ein kleines glänzendes Gehirn sieht sie aus. Eigentlich ganz hübsch. Dann daran riechen. Ich schnuppere, drehe und wende sie. Nach viel riecht sie nicht. Danach soll ich tatsächlich dran hören. Als ob eine Rosine sänge… sie singt nicht, nein. Aber sie verändert den Luftzug zu meinem Ohr und damit irgendwie auch ein bisschen meine Wahrnehmung. Rechts mehr wie links. Schließlich soll ich sie natürlich doch in den Mund nehmen. Also, ich darf – aber wenn ich mich meiner Selbstfürsorge entsprechend dafür entscheide, sie nicht zu essen, ist das auch okay. Aber wer immer tut was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist, also nehme ich die Rosine in den Mund. Besser: ich lege sie einfach auf meine Zunge. Ich schmecke gar nicht so viel. Vor allen Dingen ist sie nicht so süß wie erwartet. Dann ertaste ich sie mit der Zunge: die kleinen Rosinen-Hirnwindungen fühlen sich witzig an. Schließlich breitet sich langsam ein Geschmack in meinem Mund aus. Es schmeckt schon nach Rosine, aber nur ganz sanft – nicht so aufdringlich pappsüß, wie sonst alles. Eigentlich ganz gut denke ich, als ich sie schlucke.

Die zweite esse ich ein wenig schneller. Auch okay. Die dritte so wie immer. Bäh! Rosinen schmecken einfach nicht!

Das war, kurz gefasst, eine der zentralen Übungen der ersten Kursstunde. Nach einem Kennenlernen durfte wir uns eben mit „Anfängergeist“ an unseren drei Rosinen versuchen. Ich war überrascht, wie viel Neues ich an diesen Rosinen, an etwas, was ich schon hunderttausende Male in der Hand und im Mund gehabt hatte, entdeckte. Verrückt.

So, wie wir die Rosine neu entdeckt hatten, lud uns die Kursleiterin dann ein, unseren Körper neu zu entdecken. Auf dem Rücken liegend oder sitzend, in bequemer Kleidung, führte sie uns durch einen Body-Scan. Auf ihre Anleitung hin wanderten wir dann vierzig Minuten mit unserer Aufmerksamkeit durch den eigenen Körper: Wie liegt die Ferse auf? Was spüre ich in den Zehenspitzen? Kälte? Wärme? Feuchtigkeit? Einen Bewegungsimpuls? Schmerz? Nichts? Wie geht es meinem Knie gerade? Was spüre ich dort? Ziel dieser Übung ist es, den eigenen Körper, der uns Tag für Tag durch unser Leben trägt und meistens nur beachtet wird, wenn er nicht mehr richtig funktioniert, wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken – sich selbst wieder besser zu spüren. Und, Ziel zwei – es zu üben, auch unangenehme Situationen auszuhalten: Den verspannten Nacken zu spüren, ohne etwas dagegen zu tun. Oder den Bewegungsimpuls, und wenn er noch so groß ist, vorübergehen zu lassen.

Zugegeben, die Rosinen haben bei mir besser funktioniert. Ich bin beim Body-Scan immer wieder weggedöst und konnte mich kaum konzentrieren. Aber dafür habe ich eine Woche Zeit zum Üben. Da der MBSR-Kurs mir vor allem im Alltag helfen soll, muss ich die Achtsamkeit – logisch – auch in meinen Alltag integrieren. Diese Woche: täglich einen Body-Scan und achtsam essen.

MBSR – Was ist das eigentlich?

Zum ersten Mal hörte ich in der Psychosomatik davon: Fast alle Burn-out-Patienten (also eigentlich alle außer mir, aber ich war offiziell ja Angstpatientin) nahmen an diesem Kurs teil. Sie erzählten von ewigem Geh-meditieren und Schokolade im Mund schmelzen lassen. Komisch. Ich interessierte mich nicht weiter dafür, bis ich ein paar Wochen später zufällig wieder – zum zweiten Mal nach meiner Achtsamkeits- und Genusstherapie in der Psychiatrie – auf Jon Kabat-Zinn stieß. Kabat-Zinn ist nicht der Erfinder, aber doch der Begründer der Achtsamkeit (englisch: Mindfulness).

MBSR, oder ausgeschrieben Mindfulness Based Stress Reduction (deutsch: Stressbewältigung durch Achtsamkeit) ist ein von Jon Kabat-Zinn an der University of Massachusettes entwickeltes Programm. In acht Wochen lernen Teilnehmer verschiedene Techniken, die vor allem aus der buddhistischen Zen-Meditation und dem Yoga entliehen sind. Im Zentrum steht das bewusste Sein: Die Dinge, die man tut, aufmerksam tun. Die Situationen, die einem im Hier und Jetzt empfangen, annehmen, ohne sie zu bewerten oder ändern zu wollen. Den Autopiloten, der uns täglich durch unser Leben steuert, ohne, dass wir darüber nachdenken, was wir denn da eigentlich gerade tun, bewusst ausschalten. Am Ende des Kurses sollen die Teilnehmer in der Lage sein, durch die gezielte Lenkung der eigenen Aufmerksamkeit Stress zu reduzieren.

Im Verlauf meiner eigenen Therapie habe ich mehr und mehr festgestellt, dass mir Achtsamkeit, also das bewusst Tun und Spüren, gerade in Momenten, in denen mein Kopf tobte, immer wieder verlässlich geholfen hat, zur Ruhe zurückzufinden. Etwas mehr als zwei Jahre ist meine letzte Therapiesitzung nun her. Im nächsten Jahr steht das Staatsexamen an und ich merke im Moment, dass ich die viele Ruhe und die Gelassenheit, die mich größtenteils durch die beiden vergangenen Jahre getragen hat, wieder ein wenig verliere. Ich muss wieder etwas für mich tun, beschloss ich, bevor ich mitten im Stress stecke und es zu spät. Dieses „etwas“ ist ein MBSR-Kurs. Der läuft seit letzter Woche – und, um mir selbst auch ein wenig mehr bewusst werden zu lassen, wie es mir damit eigentlich geht, werde ich euch hier und auch auf Instagram (@soph.blau) ein wenig an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Was ist eigentlich Resilienz?

Kurzmitteilung

Im Januar schon, ein paar Tage her, hörte ich durch Zufall einen Vortrag zum Thema Stressmanagement von Dr. med. Barbara Hochstrasser, Präsidentin des Schweizer Expertennetzwerk für Burnout, in Stuttgart. Erst dachte ich, oh no, nicht schon wieder. Dann ging es mir ziemlich nah, ich überlegte den Raum zu verlassen. Und dann blieb ich doch sitzen. Denn mir erschien ihr Ansatz ganzheitlicher als alles, was ich bisher so gehört und gelernt hatte. Und vor allem dröselte sie diese ominöse „Resilienz“ in ihre Bestandteile auf. Was bedeutet Resilienz? Welche Faktoren beeinflussen sie? Und ganz wichtig: An welchen kann ich arbeiten?

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Wunschzettel für Depressive?

Mit dem Wunschzettel bin ich etwas spät dran, ich weiß. Bin ich mal wieder schuld, wenn das Christkind einen Mords-Stress hat. Dass das bei den ganzen ausgefallenen und immer größer werdenden Wünschen noch keinen Burnout hat, ist eigentlich auch ein Wunder…  🙂

Mir geht es mittlerweile wieder so gut, dass ich mich wieder freuen kann. Was aber schenkt man jemanden, dem sowieso alles egal ist? Eine Freundin hatte mich bereits im August gefragt: „Was kann man dir und anderen Leuten, denen es so geht wie dir, eigentlich Gutes tun?“ Jetzt endlich, Iris, versuche ich mich mal an der Antwort deiner Frage:

Ich sage ganz bewusst „versuche“, weil das natürlich immer a) mit dem Mensch, dem man etwas gutes tun möchte zusammenhängt und b) auch eine Depression unterschiedliche Auslöser haben kann. Es soll schon Schäfer gegeben haben, die an Burnout erkrankt sind – die haben wohl wenig Freude an Schafen. Ich schon!

Das wichtigste: Habt keine Erwartungen. Erwartet nicht, dass jemand ans Telefon geht. Dass er sich an einen Geburtstag erinnert. Oder dass er sogar noch ein Geschenk hat. Dass er auf SMS antwortet. Dass er sich für etwas begeistern lässt. Oder dass er sich aufrichtig über ein Geschenk freut. Es ist – in der Regel – nicht böse gemeint. Es geht einfach gerade nicht.

Seid für denjenigen da. Bietet euch an; schaut vielleicht auch einfach mal spontan vorbei – wenn der Besuch gerade wirklich nicht ankommt, dann kann man ja auch wieder gehen. Nur beleidigt sollte man dann nicht sein! Depressive ziehen sich in der Regel sozial zurück. Dabei ist es viel besser, wenn soziale Kontakt gepflegt werden. Wenn also die Party Freitagabend vielleicht zuviel ist, dann schaut doch einfach einen Film zusammen. Geht zusammen spazieren. Kocht zusammen, geht zur Maniküre, geht zum Sport (vielleicht solltet ihr nicht gleich den Halbmarathon zusammen laufen, aber so ein bisschen geht immer!) … was auch immer euch einfällt. Und wenn ihr dann was gemeinsam macht: Stört euch nicht daran, wenn derjenige irgendwie anders ist als sonst. Ihr müsst ihn nicht aufmuntern oder trösten – das geht meistens gar nicht – seid einfach da und verbringt Zeit miteinander.

Was mir und den allermeisten anderen auch sehr gut getan hat: Tiere und kleine Kinder. Wenn ihr einen Hund habt, geht gemeinsam Gassi. Wenn ihr eine Katze habt, am besten eine schmusetaugliche und kein kratzborstiges Vieh, ladet euren Freund einfach zu euch ein. Geht zu einer Kuh- oder Pferdeweide, um die Tiere anzuschauen. Vielleicht, wenn das nicht zu anstrengend ist, in den Tierpark. Kinder sind zugegebenermaßen etwas schwieriger hervorzuzaubern, es sollte auch keine Horde sein. Aber habt keine Angst. Ihr werdet sehen, die Kinder schaffen es schneller und leichter jemanden aufzuheitern, als ihr selbst. Geht zusammen spazieren. Spielt. Lest vor. Bastelt. Backt Kuchen….

Wer eher an etwas Materielles gedacht hat: Blumen. Entspannte Hörspiele. Bücher. Musik. Malbücher für Erwachsene. Fotos von guten Zeiten und lieben Menschen. SCHOKOLADE!